Notrufnummern für Bergunfälle unbekannt

Viele Bergwanderer haben aus auf Touren das Handy dabei. Aber nur jeder vierte kennt die wichtigsten Notrufnummern für Unfälle am Berg.

Das geht aus einer Studie von Mobilkom Austria hervor, deren Ergebnisse am Freitag in Bregenz präsentiert wurden. Alpinunfälle haben laut Studie in den vergangenen Jahren zugenommen. Insgesamt kam es 2002 zu 7495 Rettungseinsätzen in den Bergen Österreichs.

239 Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. Daher sei es wichtig, die Bevölkerung über das richtige Verhalten bei einem alpinen Notfall zu informieren, hiess es.
Euronotruf 112

Nur 17 Prozent der Befragten wissen über den Alpinen Notruf 140 (in Vorarlberg 144) und ein Viertel über den Euronotruf 112 Bescheid. Genau diese Nummern seien im Notfall aber lebensrettend. Der Euronotruf 112 sei in den Bergen wichtig, wurde betont.

Wenn jemand im Notfall keinen Empfang mit seinem Handy hat, kann er das Mobiltelefon ausschalten und nach dem Wiedereinschalten statt dem PIN-Code die Nummer 112 wählen. Dadurch sucht das Handy automatisch das stärkste Funknetz.

Weitere Vorteile des Euronotrufs 112 seien, dass er in allen europäischen Ländern kostenlos und auch ohne SIM-Karte genutzt werden könne. Ausserdem gilt er als SOS-Ruf und wird dadurch im Funknetz vorrangig behandelt. Der Euronotruf hat immer Vorrang, andere Telefongespräche können deshalb sogar abgebrochen werden.

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