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Nostalgische Weihnachten: So wurde das besinnliche Fest früher gefeiert

Weihnachten war früher schöner - zumindest hat man nach dem Schmökern im Buch "Weihnachten wie's früher war" dieses Gefühl. Die stille der Adventzeit scheint uns abhanden gekommen zu sein. Mit zahlreichen Geschichten, Anekdoten, Rezepten, Basteltipps und Wissenwertem rund um das Weihnachtsfest ist das Buch ein idealer Begleiter durch die Adventzeit, der zum Nachdenken und Entschleunigen einlädt.
Weihnachts-Brauchtum in Österreich
Mythen & Bräuche der Raunächte

Der Duft nach frisch gebackenen Vanillekipferln, das Glöckchen an Heiligabend oder die Geschenke unter dem Christbaum: Manche Dinge an Weihnachten scheinen sich auch über Jahrzehnte hinweg nicht zu ändern. Trotzdem wurde das Fest früher anders gefeiert als heute.

Der Unterschied liegt in der Einstellung der Menschen: “In unserer ‘globalisierten’ Welt, in der jederzeit alles möglich und verfügbar zu sein hat, fällt es uns schwer, uns auf die besondere Stimmung der Advent- und Weihnachtszeit einzulassen”, so die Autorin Inge Friedl. Mit ihrem Buch “Weihnachten wie’s früher war” möchte sie den Leser auf eine nostalgische Reise durch die vorweihnachtlichen Tage mitnehmen und dazu anregen, die heute hektische “stille” Zeit etwas zu entschleunigen.

Weihnachten am Land & in der Stadt: Unterschiedliche Traditionen

Auf über 150 liebevoll gestalteten Seiten findet sich Platz für Basteltipps für Vintage-Christbaumschmuck, klassische Liedertexte, altbewährte Rezepte für traditionelle Weihnachtsbäckerei, Fotos aus alten Zeiten, Anekdoten und berührende persönliche Geschichten von Menschen. Die Beduetung des Weihnachtsfests und die Zeit zwischen dem ersten und vierten Advent wird erklärt, außerdem erfährt man mehr über alte Traditionen und Bräuche am Land und in der Stadt.

Beispielsweise war der 24. Dezember am Land ein strenger Fasttag, es gab kein Frühstück und zu Mittag nur eine einfache fleischlose Speise. Erst nach Mitternacht, nach der Mette, war die erste Fleischspeise erlaubt. Vormittags wurden die letzten Putzarbeiten erledigt und Futter für das Vieh vorbereitet. Der Christbaum wurde mit Strohsternen, Äpfeln, Nüssen und (wenn man es sich leisten konnte) Zuckerlpapier aufgeputzt. Ein üblicher Brauch in Bauernhäusern war auch das sogenannte “Rachen geh’n”, also Räuchern. Dazu wurden Weihrauch und Stücke vom Palmenbusch auf die heiße Glut in ein Gefäß gelegt, der Vater ging damit voran durch das Haus und den Stall, die Familie ging dahinter. Man bat um Schutz und Segen für das neue Jahr. Nach der Bescherung brach man gemeinsam zur Mitternachtsmette auf.

In der Stadt verbrachten die Kinder die Wartezeit auf das Christkind meist vor dem Fernseher oder machten mit den Vätern einen Spaziergang, während die Mutter den Christbaum aufputzte. In vielen Familien wurde bei der Bescherung gesungen und Hausmusik gemacht. Klassiker unter den Geschenken waren meist Bücher, Kleidung und Gesellschaftsspiele. Das Besondere an diesem Tag war, neben dem Festtagsschmaus, dass die Kinder länger aufbleiben durften. Es wurde ausgiebig gespielt und auf die Mette gewartet, die früher nie vor Mitternacht stattfand.

Christbäume, die von der Decke hingen

Eine ganz besondere Sensation waren vor noch nicht allzu langer Zeit Christbäume, die von der Decke hingen. In Teilen der Steiermark, Oberösterreichs und Kärntens sowie im Burgenland war es lange Zeit üblich, den Baum an der Stubendecke zu befestigen. Der Wipfel zeigte manchmal nach oben, manchmal nach unten. Woher dieser merkwürdig anmutende Brauch stammt, darüber scheiden sich die Geister. Vielleicht hängt er mit der Gewohnheit zusammen, das Haus mit Weihnachtsgrün zu schmücken, wie man es beispielsweise aus England mit Misteln kennt. Vielleicht wollte man dadurch aber auch einfach verhindern, dass die Süßigkeiten von den Kindern zu schnell aufgegessen werden. Möglicherweise wurde der Baum aber nur aus Platzmangel an den Plafond gehängt.

Da man früher sehr sparsam war, wurde der Christbaum auch nach den Feiertagen weitergenutzt – in Form eines Küchengeräts. Soll heißen, dass aus den Ästen, die sternförmig in gleicher Höhe am Stamm wachsen (am besten nimmt man die Wipfelspitze), der sogenannte “Astquirl” hergestellt wurde. Mit dem selbstgebastelten Quirl konnten anschließend Flüssigkeiten und Teige verrührt werden.

Weihnachten wie’s früher war: Nostalgischer Rückblick auf besinnliche Zeiten

Inge Friedl hat sich auf den Weg gemacht und den Menschen zugehört. In zahlreichen Geschichten hält sie im Buch fest, was sie erfahren hat – wie es war, als man noch im Rhythmus der Jahreszeiten lebte.

Fest steht, dass es heutzutage gar nicht mehr so einfach ist, sich auf die Stille rund um die Weihnachtszeit einzulassen. Falls man selbst auch ein wenig sehnsüchtig an vergangene Weihnachten zurückdenkt, ist das Buch ein idealer Begleiter durch die Adventzeit, der zum Nachdenken, Schmunzeln, Backen, Basteln und Entschleunigen einlädt.

Für alle, die nun ebenfalls nostalgisch geworden sind: Das Buch “Weihnachten wie’s früher war” ist in allen Buchhandlungen und versandkostenfrei auf www.styriabooks.at erhältlich.

Buchtipp:

Weihnachten wie’s früher war – Erinnerungen, Geschichten und Bräuche

Verlag: Styria Verlag

Autorin: Inge Friedl

ISBN: 978-3-222-13566-8

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