Normaler Betrieb in griechischen Banken

Nach dem Ansturm auf griechische Banken zum Wochenbeginn herrscht wieder normaler Betrieb. Dies teilte der Verband der Bankangestellten des Landes am Freitag mit. Es gebe keinen Ansturm auf Banken und die Bankautomaten funktionierten im Zentrum Athens normal, berichteten Augenzeugen.


Die Ratingagentur Fitch hatte am Vorabend die Bonität Griechenlands erneut gesenkt. Demnach verschlechterte sich die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten von “B-” auf “CCC”. Damit sieht die Ratingagentur ein substanzielles Ausfall-Risiko. Ein möglicher Austritt aus der Eurozone würde wahrscheinlich einen Kreditausfall nach sich ziehen.

Der Verband der griechischen Bankangestellten hatte sich am Donnerstag gegen Spekulationen gewandt, die Banken des Landes stünden vor dem Zusammenbruch. “Wir haben unglaubliche Gerüchte gehört, dass wir nur noch 50 Euro pro Person pro Tag auszahlen. Alles erfunden”, sagte ein hoher Angestellter einer der größten griechischen Banken.

Der weltgrößte private Gelddrucker De La Rue stellt sich dessen ungeachtet auf die Rückkehr der griechischen Drachme ein. Angesichts eines mögliches Euro-Austritts Griechenlands müsse man sich auf alle Eventualitäten vorbereiten, sagte ein Insider – der anonym bleiben wollte – am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Aktienkurs legte um 0,3 Prozent zu, während der FTSE-250-Index gleichzeitig um 0,8 Prozent fiel.

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