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Norddeutsche Küche in Wien: Nordseekrabben und Grünkohl

Typisch norddeutsche Gerichte bekommt man in Wien nur selten serviert.
Typisch norddeutsche Gerichte bekommt man in Wien nur selten serviert. ©dpa
Bei internationaler Küche denkt man zunächst an exotische Früchte, scharfe Saucen  und ungewöhnliche Zubereitungsarten. Aber wohl kaum an norddeutsche Küche. Obwohl diese der Wiener Küche kaum ähnelt. So viel sei verraten: In dem nördlichen Teil des Nachbarlandes spricht man sogar eine eigene Sprache, da kann man davon ausgehen, dass auch mit kulinarischen Besonderheiten aufgewartet wird. In dem Sinne: „Nu lat die dat smecken!“
Internationale Küche in Wien

Plattdeutsch ist kein Dialekt, sondern eine eigenständige Sprache mit eigener Grammatik. Es stimmt also, dass in Norddeutschland in weiten Teilen dialektfreies Hochdeutsch gesprochen wird. Aber eben auch Platt “geschnackt” wird. Und das ist nicht unbedingt sofort verständlich. Ein Landesteil mit eigener Sprache hat auch eine eigene Küche. Und diese ist anscheinend so exotisch, dass es in Wien gar nicht so einfach ist, typisch norddeutsch zu essen.

Grünkohl ist in Wien kaum erhältlich

Die norddeutsche Küche hat weitaus mehr zu bieten als nur Fisch. In der kalten Jahreszeit besonders beliebt ist der Grünkohl. Diese Blattkohlart wird in Österreich so gut wie gar nicht angebaut. Die Zubereitung, bzw. Auswahl der Beilagen unterscheidet sich auch innerhalb Norddeutschlands erheblich.In der Region um Hamburg isst man Geselchtes und Bratkartoffeln dazu, in der Region Hannover Bregenwurst und Salzkartoffeln. Vielerorts werden große Grünkohlessen zelebriert, bei denen auch “Kohlkönige” gewählt werden. Leider ist das saisonale Kraut in Wien nur selten erhältlich und wenn dann auch nur im Glas oder in der Dose und nicht frisch.

Ebenfalls zu den beliebtesten Gerichte der Norddeutschen gehört der berühmt-berüchtige Labskaus. Eine Art Kartoffelmus mit Rindfleisch und Zwiebeln. Zu dem rötlichen “Gatsch”, wie man in Wien sagen würde, wird meist Fisch serviert. Die zunächst vermutlich unappetitlich anmutende Konsistenz ist darauf zurückzuführen, dass es sich um ein typisches Seemannsgericht handelt. Und diese hatten damals oft schlechte Zähne.

Norddeutsche Küche in Wien

Der Hafenjunge (Esterhazgasse 11) im 6. Bezirk ist kein klassisches Restaurant, sondern eine Agentur für Grafikdesign, ein Shop und eine Kneipe in einem. Die Speisekarte ist klein und beschränkt sich im Großen und Ganzen auf Wurst (auch vegetarisch). Allein am Montag kann man eine Backwarenspezialität ganz frisch erhaschen: Das Franzbrötchen. Ein Plundergebäck mit Zucker und Zimt gefüllt, das höchstens von seiner Form her den Zimtschnecken gleicht, ganz und gar nicht aber im Geschmack. Für Bier-Fans ergibt sich im Hafenjungen die Möglichkeit, deutsche Sorten abseits der großen Marken auszuprobieren.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 17 bis 21 Uhr

Auch der Wulfisch im 2. Bezirk ist kein Restaurant, sondern eher ein Imbiss. In Deutschland gibt es zwei “Krabben-Hauptstädte”. Eine davon ist Büsum in Schleswig-Holstein. Und von genau dort  stammen die Nordseekrabben, die von Valerie und Stephan Wulf in Brötchen, Wraps, Salaten und Suppen serviert werden. Die andere ist Greetsiel in Niedersachsen – nur der Vollständigkeit halber. Was unterscheidet Nordseekrabben von anderen Garnelenarten? Sie sind deutlich kleiner und werden direkt nach dem Fang an Bord der Krabbenkutter bereits in Salzwasser abgekocht.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11 bis 20 Uhr, Samstag von 10 bis 15 Uhr
(SVA)

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