Niederösterreich: 30-jähriges Hochwasser wird erwartet

Hochwasser: So sieht es derzeit in Niederösterreich aus
Hochwasser: So sieht es derzeit in Niederösterreich aus ©APA
Die neuerlich starken Regenfälle aus dem Westen haben in Teilen Niederösterreichs bereits zu einigen örtlichen Überschwemmungen geführt- und die Pegelstände werden bis zum Abend noch deutlich ansteigen. Besonders betroffen war das Mostviertel. Im Bezirk Amstetten seien einige Straßen unpassierbar, berichtete Philipp Gutlederer vom Bezirkfeuerwehrkommando.
Einsätze in Amstetten
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Entlang der Donau würden die mobilen Hochwasser-Schutzanlagen zur Sicherheit auf die Maximalhöhe aufgestockt werden, sagte Franz Resperger, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos.

Schlimmstes Hochwasser seit 30 Jahren

“Wir rechnen nun mit einem 30-jährigem Hochwasser”, so Resperger. Laut Homepage des Landes Niederösterreich lautete die Prognose bis Dienstagvormittag bei Kienstock in der Wachau auf 10,24 Meter. Zum Vergleich: Beim August-Hochwasser 2002 waren 10,90 Meter gemessen worden. Für Korneuburg waren Sonntagvormittag im 48-Stunden-Zeitraum 7,37 Meter prognostiziert. Vor knapp zehn Jahren hatte der Pegel dort 7,89 Meter erreicht.

Im Bezirk Amstetten waren seit den frühen Morgenstunden 25 Feuerwehren im Einsatz. In der Gemeinde Wallsee-Sindelburg an der Donau wurden im Bereich der Au eine Hühnerfarm und drei Wohnhäuser evakuiert. In St. Pantaleon sei die Feuerwehr beschäftigt, mit Sandsäcken einige Keller vor den drohenden Überflutungen zu schützen, teilte Resperger mit. Zudem wurden mehrere Öltanks der Heizanlagen in den Kellern gesichert, damit diese im Ernstfall nicht davongeschwemmt werden. In der Marktgemeinde Ybbsitz (Bezirk Amstetten) rüstete sich die Feuerwehr ebenfalls mit Sandsäcken. Keller, Fenster und Türen wurden abgesichert.

Wien-Umgebung: Kritzendorf ist auch betroffen

Aber auch weiter östlich im Bezirk Wien-Umgebung ist mit Überschwemmungen bis zum Abend zu rechnen: “Nach den derzeitigen Prognosen wird die Lage in der Sommersiedlung Kritzendorf, wo 500 Wohnobjekte stehen, prekär”, erklärte Resperger. Die Feuerwehr würde bereits die Bewohner auffordern, ihre Häuser zu verlassen, weil die Objekte gegen Abend bis zu eineinhalb Meter im Wasser stehen könnten. Die Rollfährverbindung zwischen Klosterneuburg und Korneuburg sei bereits eingestellt worden. Auch am gegenüberliegenden Ufer würden Teile der alten Schiffswerft und das Tuttendörfl überflutet werden, so der Sprecher.

Durch den starken Regen sei es bereits zu Überflutungen in einigen Unterführungen gekommen, so auch in der Gemeinde Aschbach, hieß es. Die dortige Straßenumfahrung war daher nicht mehr befahrbar. Im Bezirk Krems gab es ebenfalls erste örtliche Sperren auf der B3 und B33.

(apa/red)

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