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Nichtraucherschutz in Österreich laut Ärztekammer ungenügend

In Österreich müsse mehr für den Nichtraucherschutz getan werden, so die Ärztekammer.
In Österreich müsse mehr für den Nichtraucherschutz getan werden, so die Ärztekammer. ©dpa (Symbolbild)
Der Nichtraucherschutz in Österreich sei ungenügend, so die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) am Samstag. Aus ihrer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, warum sich in anderen Ländern wesentlich schärfere Gesetze durchsetzen ließen als in Österreich.
Generelles Rauchverbot in Wien
Nichtraucher-Lokale in Wien

“Die jetzige Situation ist absolut unbefriedigend”, betonte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger am Samstag in einer Aussendung. Jährlich würden mehr als 3.600 Österreicher an Lungenkrebs sterben, gleichzeitig sei die Zahl der Neuerkrankungen stetig im Steigen begriffen.

Immer mehr Jugendliche rauchen

“Wir müssen bereits bei der Jugend ansetzen. Wenn 29 Prozent der über 15-jährigen Mädchen und 25 Prozent der gleichaltrigen Burschen regelmäßig zum Glimmstängel greifen, dann sollten alle Alarmglocken schrillen”, ergänzte der Obmann der Fachgruppe Lungenkrankheiten in der ÖÄK, Heinz Stolz.

Österreich halte hier seit Jahren einen traurigen Rekord und liege an der Spitze der EU-Staaten. Stolz: “In Ländern mit absolutem Rauchverbot ist der Anteil rauchender Jugendlicher deutlich niedriger als hier zu Lande; in Irland etwa rauchen 14 Prozent der Mädchen und 12 Prozent der Burschen.”

Prävention und Nichtraucherschutz gefordert

Alarmierend sei auch das immer niedrigere Einstiegsalter junger Raucher, das derzeit bei etwa elf Jahren liege. Mehr Aufklärung und Prävention, aber auch vorbildhaftes Verhalten seitens der Erwachsenen seien ein erster Schritt, um hier gegenzusteuern. Weiters sei langfristig ein flächendeckendes Rauchverbot im öffentlichen Raum notwendig. Getrennte Bereiche für Raucher und Nichtraucher seien jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss. “Wir wissen, dass die Feinstaubbelastung auch in abgetrennten Nichtraucherbereichen sehr hoch ist. Gesundheitsschutz sieht anders aus”, erklärte Stolz abschließend.

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