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Züge fahren in Rankweil mit voller Geschwindigkeit

Rankweil - Die Infrastruktur des Bahnhofes Rankweil wurde seit Ende Juli einer umfangreichen Erneuerung unterzogen.

Die Züge konnten bisher aufgrund des Anlagenzustandes einen Abschnitt von mehreren 100 Metern nur mit verminderter Höchstgeschwindigkeit passieren. Nun erfolgte der Abschluss der Arbeiten genau nach Zeitplan und die Züge können mit 140 km/h die volle Fahrplangeschwindigkeit umsetzen. In Summe investierte die ÖBB-Infrastruktur AG rund 4,5 Mio. € in die Erneuerung der Gleisanlagen und mehrerer Weichen am Nordkopf des Rankweiler Bahnhofs. Für die Bahnkunden bedeutet diese Verbesserung mehr Stabilität im Fahrplan. Bisher brauchten die Züge für das Herunterbremsen und Beschleunigen nach der Geschwindigkeitsbegrenzung um bis zu zwei Minuten länger.

Herausforderung für Technik und Betrieb gemeistert – Kunden waren gut informiert

Weichen im Einfahrtsbereich sind das Herzstück jedes Bahnhofs. Ohne die wichtigen Weichenverbindungen ist ein Wechsel der Fahrspur für Züge nicht möglich. Umso größer war die Herausforderung für Technik und Betrieb bei der Baustelle in Rankweil. Der Bauablauf wurde im Vorfeld mit fünf Bauphasen minutiös genau geplant. Laufend gab es Abstimmungen zwischen den Bauteams und den ÖBB-Mitarbeitern, die den Zugverkehr steuern. Seit Juli 2010 wurden die Weichen im Ganzen herausgeschnitten, danach das Gleisschotterbett und die Schwellen entfernt. Weiters wurde der Unterbau der Gleisanlagen in diesem Bereich bis zu 1,70 Meter tief ausgegraben und komplett erneuert. Durch neue Drainagen im Untergrund fließt das Oberflächenwasser kanalisiert und problemlos ab. Das sichert die Festigkeit und erhöht die Lebensdauer des Unterbaus. Neun neue Weichen zum Stückpreis von rund 150.000 € wurden mit schweren Eisenbahnkränen eingehoben. Sämtliche Arbeiten wurden bei laufendem Bahnbetrieb unter schwierigsten Bedingungen umgesetzt. Durch fehlende Weichenverbindungen während einzelner Bauphasen mussten die Zughalte in Rankweil zum Teil über EINE Bahnsteigkante abgewickelt werden. Auch der acht Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Rankweil und Götzis war in einzelnen Bauabschnitten nur eingleisig befahrbar. Aufgrund des engen Zeitplanes arbeitet das ÖBB-Bauteam grundsätzlich auch in der Nacht und an Wochenenden. Beschwerden gab es keine wie ÖBB Projektleiter Karl Hartleitner betonte: „Ich möchte mich bei den Anrainern bedanken, für das Verständnis wegen der Lärm- und Staubentwicklung während der Bauphasen. Wir haben uns sehr bemüht um die Belastungen so gering wie möglich zu halten.“ Zufrieden zeigte sich auch Vorarlbergs Regionalmanager Gerhard Mayer: „Der eigene Baustellenfahrplan hat sich bewährt, die Kunden waren gut informiert und deshalb hat es insgesamt sehr gut funktioniert.“

Zahlen – Daten – Fakten zum Projekt:

Baubeginn:                 Ende Juli 2010 – Fertigstellung November 2010

Baumaßnahmen:       Tausch von neun Bahnhofsweichen am Nordkopf

Kompletterneuerung des Unterbaus im Weichenbereich

Erneuerung der Weichenheizung

Erneuerung der Drainagen – Abfließen des Sickerwassers

Materialmenge:          5.000 m³ Unterbausanierung inkl. Bodenauswechslung

Gleisschotter:             2.700 m³ Erneuerung im Bereich der Weichen

Arbeitseinsatz:            in Summe 50 Facharbeiter im Einsatz (alle Bauphasen)

Maschineneinsatz:     Schienenkran, Schotterverdichtungs-, Schienenschleifmaschine

Investitionsvolumen:  4,5 Mio. €

Bahnhof Rankweil:     Teilweise nur eine Bahnsteigkante zur Verfügung

 

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