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Neun Schmetterlingsarten entdeckt

Im Hochmoor "Fohramoos" am Bödele oberhalb von Dornbirn sind neun Schmetterlingsarten erstmals in Vorarlberg entdeckt worden. Im Rahmen eines zweijährigen Projekts wurden insgesamt 474 Arten registriert.

Bregenz – Dabei handle es sich um meist kleine und unscheinbare Arten, die deshalb in den vergangenen 100 Jahren noch nicht im Ländle erfasst worden seien, informierte am Dienstag der Biologe Klaus Zimmermann vom Dornbirner Naturkundemuseum „inatura“. Manch Falter wurde aber auch vermisst.

Der Schmetterlingsbestand im „Fohramoos“ wurde im Auftrag von „inatura“ in einem zweijährigen Projekt erhoben. Insgesamt bestimmten die Schmetterlingsforscher 474 Arten. Echte und ausschließliche Hochmoorspezialisten wie den in Vorarlberg stark gefährdeten Hochmoor-Perlmutterfalter wiesen die Wissenschafter jedoch nur ganz wenige nach.

Erstmals in Vorarlberg beobachtet wurde etwa der „Moorzünsler“ (Crambus ericella), während das „Federgeistchen“ nicht gefunden wurde, obwohl es in anderen Vorarlberger Mooren fliegt. Auch vor 40 Jahren nachgewiesene Arten wie der „Rauschbeerspanner“ scheinen verschwunden zu sein. „Langsame Änderungen im Moor zeichnen sich dadurch ab“, sagte dazu Zimmermann.

Projektleiter Peter Huemer vom Tiroler Landesmuseum stellte fest, dass gerade unter den so genannten Kleinschmetterlingen viele Zeigerarten (eine Art, deren Vorkommen oder Fehlen in einem Lebensraum bestimmte Standort- und Umweltbedingungen anzeigt, Anm.) mit einer extrem engen Bindung an bestimmte Futterpflanzen oder Lebensräume existierten. So fliege etwa der Moorzünsler nur in verheideten Moorflächen. Andere Arten wie mehrere neu festgestellte Grasminierfalter zählen laut Huemer zu den Spezialisten des offenen Hochmoores.

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