Neujahrskonzert für Mehta kein „Seitensprung“

Zubin Mehta &copy APA
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Ein musikalischer „Seitensprung“ ist die Musik der Familie Strauß für Zubin Mehta ganz und gar nicht, vielmehr vollwertige klassische Musik. Zum vierten Mal bestreitet der 70- jährige Stardirigent das Neujahrskonzert.

Was er schon jetzt sagen konnte: Auch beim vierten Mal wird es für ihn eine Herausforderung sein.

1990, 1995 und 1998 hatte Mehta das Pult im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins betreten, dann folgte eine längere Pause. Nicht weil man ihn nicht wollte, betonte Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg. Vielmehr war Mehta in München verpflichtet, die Silvester- Aufführung der Strauߒschen „Fledermaus“ zu leiten. „Die erste sich bietende Gelegenheit haben wir nun wahrgenommen“, so Hellsberg weiter. Und auch Mehta bestätigte die unfreiwillige Pause: „Ich bin manchmal neidig vor dem Fernseher gesessen. Ich freue mich riesig auf die Probe.“

Routine will bei Mehta nicht einkehren. „Erst gestern bin ich in Israel gefragt worden: Kommen Sie einfach zum Konzert oder proben Sie?“ Solche Anekdoten seien aber auch als Kompliment zu verstehen. Denn die gefragte Leichtigkeit erfordere besondere Disziplin. Vergnügen bereitet Mehta die Zusammenarbeit mit den Philharmonikern ohnehin, vor allem der „Akzent“ des Orchesters. Es sei heutzutage nicht mehr leicht, Ensembles mit unverwechselbarem Klang zu finden.

ORF 2 überträgt das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker am 1. Jänner live in Dolby Digital 5.1 und im Format 16:9 ab 11.15 Uhr, Ö1 sendet ab 11.13 Uhr. Zuvor steht um 9.50 Uhr im Rahmen von „Streifzug Kultur“ das Porträt „Zubin Mehta – Ein Inder mit Wiener Herz“ auf dem Programm, um 10.50 Uhr beginnt der „Auftakt zum Neujahrskonzert“.

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