Neues Tageszentrum für Obdachlose beim Wiener Praterstern eröffnet

Im Caritas "Tageszentrum Prater" für obdachlose Menschen nahe dem Praterstern
Im Caritas "Tageszentrum Prater" für obdachlose Menschen nahe dem Praterstern ©APA
Der Winter mit seinen Minusgraden ist nun doch noch in Wien angekommen. Um "sicherzustellen, dass niemand unversorgt auf der Straße stehen muss", wie Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas sagte, eröffnete die Caritas am Dienstag ein neues Tageszentrum für Obdachlose nahe dem Praterstern.
Pläne für das Tageszentrum
Notunterkünfte für Obdachlose
Das neue Tageszentrum

Im ehemaligen Pflegewohnhaus in der Laufbergergasse in Wien-Leopoldstadt hat die Caritas der Erzdiözese Wien ein neues Tageszentrum für Obdachlose eröffnet.

Wärme, Dusche, Tee und belegte Brote

Im Tageszentrum können sich 50 Obdachlose aufwärmen, duschen und erhalten Tee sowie belegte Brote. Das Projekt entstand durch die Zusammenarbeit der Stadt Wien und der Caritas. Acht Mitarbeiter und viele freiwillige Helfer kümmern sich in der kalten Jahreszeit um die Obdachlosen.

Neben der Laufbergergasse gibt es noch das Tageszentrum Zwischenschritt in der Dittmanngasse in Simmering. Damit stehen tagsüber im Winter 90 zusätzliche Plätze zur Verfügung.

Anlaufstellen für Obdachlose in Wien

Dazu bietet die Wiener Wohnungslosenhilfe des Fonds Soziales Wien im Winter rund 700 Nachtquartiersplätze, das sind fast doppelt so viele wie regulär. Die momentane Auslastung der Schlafplätze liegt bei circa 94 Prozent.

“Sollten die Temperaturen weiter fallen und der Bedarf an Schlafplätzen steigen, gibt es Erweiterungsmöglichkeiten”, sagte Sonja Wehsely (SPÖ), Stadträtin für Gesundheit und Soziales, über das neue Tageszentrum. “Jeder, der einen warmen Schlafplatz im Winter braucht, soll diesen auch erhalten”, fügte Schwertner hinzu.

Caritas: “Niemand lebt freiwillig auf der Straße”

Schwertner wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass niemand freiwillig auf der Straße lebe. Obdachlose seien oft nicht in der Lage, die angebotene Hilfe anzunehmen.

Meist würden sie sich schämen oder aufgrund psychischer Krankheiten gar nicht erst in die Einrichtungen finden. Die Bemühungen der Sozialarbeiter seien dabei sehr wichtig. Sie suchen Obdachlose auf und bringen sie in die Notquartiere und Tageszentren.

(apa/red)

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