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Neues Konzept soll Krankheitsausbruch in Flüchtlingsquartieren verhindern

Die Bilder aus Traiskirchen sind bereits weit verbreitet.
Die Bilder aus Traiskirchen sind bereits weit verbreitet. ©APA
Ein neues Konzept des Gesundheits- und Innenministerium soll den Ausbruch von Infektionen in Flüchtlingsquartieren möglichst verhindern. Der von der Gesundheitsagentur AGES erarbeitete Vorschlag schreibt vor, dass die Quartierverantwortlichen täglich den Gesundheitszustand ihrer Bewohner behördlich melden müssen.
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Dies gilt freilich vorerst nur für die Erstaufnahmezentren und Verteilerquartiere des Bundes. Dort soll diese Art der Kontrolle so rasch als möglich beginnen, erläuterte die Sektionschefin für die Öffentliche Gesundheit, Pamela Rendi-Wagner auf Anfrage der APA. Die Länder können dann selbstständig für von ihnen betreute Quartiere entscheiden, ob sie das Konzept übernehmen. Fachlich wäre es zu begrüßen, wenn auch dort eine ähnliche Form der Infektionsüberwachung etabliert würde, meinte Rendi-Wagner.

Kontrolle für Flüchtlingsquartiere ab zehn Personen

Die Landessanitätsdirektoren wurden bereits über das Vorhaben informiert. Positive Resonanz kam etwa vom Vorarlberger Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP), der in den “Vorarlberger Nachrichten” (Mittwoch-Ausgabe) vorschlug, dass ein Asylwerber in den Heimen die Aufzeichnungen übernehmen könnte.

Gemäß Vorschlag der AGES sollte der Gesundheitszustand möglichst in allen Quartieren ab zehn Personen protokolliert werden. Gemeldet werden soll, wie viele Personen Fieber oder Durchfall haben oder wer sich übergeben musste. Gibt es keine Vorfälle dieser Art, soll ein leeres Formular übermittelt werden. Für Rendi-Wagner dient diese Maßnahme in erster Linie dazu, größere Krankheitsausbrüche frühzeitig verhindern zu können.

(apa/red)

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