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Neuer Chef für Loacker

Bob-Nationaltrainer Gerhard Rainer hat am Dienstag überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben. Grund: Frustration wegen mangelnder Athletik der Weltcup-Teams.

Der Tiroler nannte die Frustration wegen mangelnder Athletik der Teams und daraus resultierende Rückstände bei den Startzeiten als Grund für seinen Schritt. „Seit vier Jahren kämpfe ich vergeblich dafür, dass die Piloten und der Verband gute Athleten suchen. Da kann Wolfgang Stampfer noch so gut fahren, wir werden nie Spitzenresultate erreichen”, erklärte Rainer, der das ÖBSV-Präsidium am Montag nach den Weltcuprennen in Altenberg informiert hatte. Die Nachfolge-Frage ist noch nicht geklärt.

Nach Worten Rainers hat der Verband zwar Athletik-Trainer engagiert, die Situation hätte sich aber nicht gebessert. Eher im Gegenteil. „Wenn man am Start drei Zehntel hinten ist, summiert sich das bis ins Ziel auf sechs Zehntel”, sagte der Ex-Coach. Die Piloten müssten auf der Suche nach starken Anschiebern selbst mehr Engagement zeigen, fordert er. „Auch Kienast und Appelt haben sich die Leute selbst gesucht, ich bin als Pilot zu Leichtathletik-Meetings gefahren und habe Kandidaten angesprochen”, meinte Rainer.

„Es wäre mehr möglich. Wir haben ein Bahn, aber die wird so gut wie nie genützt, unser Sport scheint auszusterben”, meinte Rainer und sprach auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zu Deutschland an, wo 30 Trainer fix angestellt sind. Rainer selbst hat sich als Gendarm in der Wintersaison jeweils unbezahlten Urlaub genommen, diese Zeiten fehlen aber bei der Anrechnung für die Pension.

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