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Neue Vorwürfe gegen Wiener Polizisten

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Mit ungewöhnlich scharfen Worten nahm Heinz Patzelt, Österreich-Generalsekretär von amnesty international zur gescheiterten Abschiebung und der angeblichen Misshandlung des Schubhäfltings Bakary J. durch drei Wiener Polizeibeamte Stellung.

Bereits die geplante Abschiebung an sich bezeichnete Patzelt im Gespräch mit der APA als „menschenrechtswidrigen Vorgang“.´

Die daran anschließenden Vorgänge – der Schwarzafrikaner soll von Beamten der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) in eine abbruchreife, von der WEGA zu Übungszwecken benützte Halle gebracht und dort gedemütigt, geschlagen und mit dem Umbringen bedroht worden sein – nannte Patzelt eine „Bestrafungsaktion, wie man sie eigentlich nur aus südamerikanischen Staaten kennt“.

Unterdessen sind im Zusammenhang mit der geplanten Abschiebung neue Vorwürfe gegen die Polizei bekannt geworden. So soll diese in mehreren Punkten nicht den Empfehlungen des beim Innenministerium eingerichteten Menschenrechtsbeirats (MRB) entsprochen haben.

Bakary J. sollte am vergangenen Freitag in seine Heimat Gambia ausgeflogen worden, nachdem er zwei Jahre Haft wegen Drogenbesitzes verbüßt hatte und unmittelbar darauf in die Schubhaft überstellt worden war.

Dem Vernehmen nach sollen weder Bakary J. noch seine Ehefrau, eine gebürtige Wienerin, über dessen Verbringung informiert worden sein. Nach Informationen von amnesty international wurde der Mann um 5.00 Uhr in der Früh geweckt und davon informiert, dass er ausgeflogen werden sollte. Seitens der Polizei war zu den neuen Entwicklungen vorerst keine offizielle Stellungnahme zu erhalten.

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