Neue Sportmarken in Österreich: Decathlon und XXL starten am Markt

Neue Sportmarken am österreichischen Mark.
Neue Sportmarken am österreichischen Mark. ©Pixabay/Sujet
In den Sportartikelhandel kommt Bewegung: "Die französische Kette Decathlon plant ebenso den Markteintritt wie der norwegische Händler XXL", sagte Handelsexperte Walter Wölfler von CBRE Österreich. Aber auch weitere neue Marken wagen den Schritt zu uns.

Der britische Diskonter Sports Direct, der die Sporthandelsketten Eybl und Experts übernommen und ihnen sein Konzept übergestülpt hat, kommt bei den Österreichern nicht gut an. Das Unternehmen schreibt in Österreich hohe Verluste und verzeichnet Umsatzeinbußen. Davon haben andere Händler wie Hervis und Sport 2000 zuletzt profitiert.

Wölfler sieht jedenfalls noch genug Potenzial am Markt für weitere Sportartikelketten. Decathlon war schon 2013 beim Sport-Eybl-Notverkauf als Interessent im Gespräch. XXL ist bisher vor allem in Skandinavien aktiv.

Mehr neue Marken für Österreich

Den Schritt nach Österreich wollen dem Vernehmen nach auch zwei italienische Unternehmen wagen: Das Fashionlabel Luisa Spagnoli sowie der Kaffeemaschinenhersteller Bialetti. Letzterer verkauft seine berühmten Mokkakannen bereits in rund 120 eigenen Geschäften. Die US-Fastfoodkette Kentucky Fried Chicken (KFC) will ihr bestehendes Netz in Österreich ausweiten, ist zu hören. Derzeit hat KFC vier Restaurants in Wien und eines in Linz. Auch der britische Starkoch Jamie Oliver soll in Wien auf Partnersuche für seine mediterrane Restaurant-Linie sein. In Großbritannien hingegen will der Brite sechs Restaurants schließen.

Für 2017 erwartet CBRE-Experte Wölfler weniger Neueintritte als vergangenes Jahr. Es seien nicht genügend geeignete Flächen verfügbar, sagte er. Das möge zwar angesichts mehrerer Leerstände auf der Mariahilfer Straße verwundern, doch für viele Marken seien diese Geschäfte nicht passend, weil zu groß, zu teuer oder im Zuschnitt nicht entsprechend, erklärte Wölfler. “Viele Händler suchen in der Größe 100 bis 250 m2. Die leerstehenden Flächen auf der Mariahilfer Straße sind deutlich größer.”

Österreich für Händler unter den Top 10

Österreich findet sich im europäischen Vergleich als Anziehungspunkt für internationale Händler unter den Top-10 wieder. Nummer 1 ist Deutschland, gefolgt von England und Frankreich. “Viele Firmen gehen zuerst nach Deutschland und dann nach Österreich. In Summe wurden im Vorjahr 37 Neueintritte verzeichnet. Österreich wird als verlängertes Deutschland gesehen mit hoher Kaufkraft und Sicherheit”, beobachtet Wölfler.

Im vergangenen Jahr eröffneten unter anderem die Modeketten Monki und Weekday aus dem Hause H&M ihren ersten Österreich-Standort. Ikea startete sein Mini-Format “Ikea Kompakt”. Den Schritt nach Österreich wagten auch das italienische Modehaus Max Mara, der US-Elektroauto-Pionier Tesla, das Luxuslabel Fendi und die deutsche Burgerkette Hans im Glück.

(APA)

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