Neue Leitung für Jugendarbeit

Drei große Workshops bildeten die Grundlage für das entwickelte Jugendentwicklungskonzept. Dieses soll nun von der Hohenemser Stadtvertretung beschlossen werden.

Drei große Workshops mit mehr als 100 Jugendlichen, Sitzungen mit dem Jugendausschuss und etliche Einzelsitzungen mit für die Jugendarbeit relevanten Personen bildeten die Grundlage für das von Dr. Heinz Schoibl entwickelte Jugendentwicklungskonzept.

Dieses soll nun im Herbst von der Hohenemser Stadtvertretung beschlossen werden. “In diesem Konzept wurden nicht nur die Defizite in der Emser Jugendarbeit aufgearbeitet, sondern notwendige infrastrukturelle Projekte diskutiert und beschlossen”, so Jugendstadtrat Bernhard Amann. Ein konkreter Zeitplan soll verhindern, dass die Entwicklung im Bereich Jugend einmal mehr auf die lange Bank geschoben wird.

Als wichtige Neuerung nennt Amann die Neustrukturierung der Offenen Jugendarbeit. Bis Jahresende wird ein Trägerverein bestellt und in Folge ein/e qualifizierte Geschäftsführer/in bestellt, die für die Bereiche Jugendzentrum Konkret, Jugendcafe und mobile Jugendarbeit verantwortlich ist.

Aufgrund des problematischen Standortes des Jugendcafes in der
Marktstraße sollen die dortigen Räume für spezifische Angebote wie Workshops, Seminare und Beratungen genützt werden. Für die von Jugendlichen vehement geforderten Funveranstaltungen wie Partys und Discos sollten andere Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

In der mobilen Jugendarbeit ist die Umsetzung von cliquenakzeptierenden

Angeboten zur Vertrauensbildung und zur Hilfestellung bei

weitergehenden Prozessen zur Selbstorganisation jener Jugendlichen, die

sich bisher überwiegend an informellen Treffpunkten (Bahnhof, Frei- und

Sportanlagen etc.) aufhalten, vorgesehen.

„Und schließlich erscheinen gezielte Nachbesserungen bezüglich des Zugangs zum Jugendforum, der Betreuung in den Arbeitsgruppen und der kontinuierlichen Förderung in der Umsetzung notwendig“, meint der Jugendstadtrat abschließend.

„Konki“- Provisorium wird zur Dauerlösung

Im Juni dieses Jahres wiesen die jugendlichen Besucher des Jugendzentrums „Konkret“ und die dortigen Betreuer mittels einer Ausstellung auf ihre unbefriedigende Raumsituation hin.

Nun scheint aus der elf Jahre dauernden „Übergangslösung“ im Schekoplast-Gebäude eine Dauerlösung zu werden. „Derzeit wird ein langfristiger Mietvertrag für das Gebäude ausverhandelt“, weiß Bernhard Amann. Schon mit 1.1.2003 sollte dann mit den Umbauarbeiten des Jugendzentrums begonnen werden.

„In den ersten beiden Etagen wird sich der Jugendzentrumsbetrieb abspielen, während in der dritten Etage ein Veranstaltungssaal und in der vierten Proberäume vorgesehen sind“, erklärt der Jugendstadtrat. Die dafür notwendigen Mittel wurden vom Jugendausschuss bereits empfohlen, und im Zuge der Beschlussfassung des neuen Jugendentwicklungskonzeptes rechnet Amann auch mit der Zustimmung der Stadtvertretung zum Konkret-Umbau.

Auch bei den Freianlagen stehen notwendige Sanierungen an, wobei eine

weitgehende Neugestaltung des Fun-Parks oberste Priorität genießt. Die Grundlage werden dabei die Pläne sein, welche von den Skatern selbst erarbeitet wurden. Darüber hinaus soll beim Jugendspielplatz Tiergarten der Fußballplatz entwässert werden.

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