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Neue Gewalt treibt Tausende Südsudanesen in die Flucht

Kein Ende der Gewalt im Südsudan
Kein Ende der Gewalt im Südsudan ©APA (AFP)
Trotz eines Friedensabkommens im Südsudan hat neue Gewalt in den vergangenen Tagen wieder Tausende Menschen in die Flucht getrieben. In der Provinz Ituri im Nachbarland Kongo seien innerhalb von Tagen nach Schätzungen 5.000 entkräftete, hungrige und durstige Menschen angekommen, die meisten von ihnen Frauen, Kinder und Ältere, berichtete am Dienstag das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf.

Die Dörfer, in die sie flüchteten, lägen mehrere hundert Kilometer nördlich der Region im Osten des Kongo, wo die gefährliche Krankheit Ebola ausgebrochen ist. Weitere 8.000 Menschen sollen nach unbestätigten Berichten innerhalb des Südsudans auf der Flucht sein.

Die großen Kriegsparteien hatten im September einen Friedensvertrag abgeschlossen. Trotzdem kommt es seitdem immer wieder zu Kämpfen, wenn auch weniger als davor. Ob das Abkommen langfristig hält, muss sich noch zeigen – in der Vergangenheit war es bereits zu ähnlichen Vereinbarungen gekommen, die später scheiterten. Der Bürgerkrieg im Südsudan war 2013 zwischen Anhängern des Präsidenten Salva Kiir und seines ehemaligen Vizes Riek Machar ausgebrochen, nur zwei Jahre nachdem der Staat Unabhängigkeit vom Sudan erlangt hatte. Nach Angaben des UNHCR-Sprechers kämpfen in dem Land mehr als 70 Rebellengruppen. Im jüngsten Fall seien am 19. Jänner neue Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Rebellengruppe NAS ausgebrochen.

Etliche Rebellengruppen sowie Regierungskräfte setzen im Südsudan Kindersoldaten ein. Immer wieder konnten die Vereinten Nationen und andere Organisationen die Freilassung von Kindern erreichen – erneut etwa am Dienstag, dem Internationalen Tag gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten. Eine Gruppe ließ in Yambio im Südwesten 119 Kinder frei, wie das UN-Kinderhilfswerk mitteilte. Somit seien bisher seit Beginn des Bürgerkriegs mehr als 3.100 Buben und Mädchen freigekommen.

(APA/dpa)

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