Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Netflix-User müssen sich auf höhere Preise gefasst machen

Höhere Preise, mehr Netflix
Höhere Preise, mehr Netflix ©APA, AFP - ROBYN BECK
In den USA ist es Tatsache, Europa dürfte als nächstes dran sein. Der neue "Erzfeind" Apple sowie die hohen Kosten für exklusive Netflix-Produktionen sind schuld am anstehenden Preis-"Upgrade". 

Lange Zeit war Netflix als Streaming-Anbieter alleiniger Pionier und uneingeschränkter Platzhirsch. In den letzten Jahren schossen in diesem jungen Fernseh-Segment aber nicht nur sehr viele, sondern auch sehr starke Wettbewerber aus dem Boden. Die dem Anbieter der ersten Stunde das Leben zunehmend schwer machen: Amazon Prime beispielsweise. Maxdome beispielsweise. Die Konkurrenz von Netflix wird Jahr für Jahr in der Zahl mehr und der Angebotsqualität besser.

Neuer Erzfeind am Himmel?

Zu allem Überdruss für Netflix will nun auch noch eines der wertvollsten Unternehmen der Welt ein Stück vom Streaming-Kuchen abhaben – und damit von den Netflix-Marktanteilen. Niemand Geringerer als Apple startet in Kürze seinen eigenen Streaming-Dienst namens “Apple TV Plus”. Im Zuge dessen wird der führende Tech-Konzern mit dem Apfel im Logo unter anderem sein Budget für Eigenproduktionen merklich hochfahren. Steve Jobs “Nachlassfirma” investiert aktuell nur 2 Milliarden Euro pro Jahr in Eigenproduktionen, Netflix 10 Milliarden. Schon in naher Zukunft wird dieser klare Größenunterschied zwischen Apple und Netflix deutlich kleiner sein. Apple holt hier gegenüber dem Marktführer auf. Das ist aber noch nicht alles…

Streaming-Nutzer sind sehr wechselwillig

Eine aktuelle in Deutschland durchgeführte Studie von Simon-Kucher & Partner besagt, dass die meisten der befragten Nutzer sich vorstellen können, den Dienst von Apple zu nutzen (80%). Dem nicht genug: 2/3 dieser 80% würden andere Streaming-Dienste dafür kündigen. Vor allem Apple-Kunden wollen unbedingt den neuen Apple-Dienst nutzen (Studie: “Relevanz und zukünftige Nutzung von Apple TV Plus”). Mit welchem Preis-Modell der Konzern reüssieren will, ist noch unklar. Genauso wie das Startdatum für den in der Unterhaltungsindustrie heiß ersehnten Launch. Die App soll aber von Beginn weg in über 100 Ländern verfügbar sein und nicht nur strikt auf Apple-Geräten laufen, sondern auch auf Fernsehern von Samsung, Sony und Co. – sowie zum Beispiel auf Amazons Fire TV.

Noch mehr Geld für noch mehr Exklusivität

Die starke Konkurrenz bringt Netflix zunehmend in Bedrängnis (auch der Disney-Konzern steht hier bereits in den Startlöchern). Um weiter die Nr. 1 sein zu können, braucht Netflix mehr Geld. Schließlich ist es ein offenes Firmengeheimnis, dass die hohe Anzahl an hochwertigen und beliebten Eigenproduktion die Kunden-Massen begeistert. Doch diese sind teuer und müssen refinanziert werden.

Um den derzeitigen Status Quo zu erhalten – oder gar auszubauen – erhöht Netflix nun die Abo-Preise. Frei nach dem Motto “Qualität hat seinen Preis” werden die Amerikaner als Erstes zur Kasse gebeten. Diese zahlen bislang für ein Einsteiger-Abo 8 Dollar, künftig 1 Dollar mehr (9). Um zwei Dollar wird die Premium-Version teurer (statt 14, dann 16). Am intensivsten fällt die Preis-Erhöhung beim weitverbreiteten Standard-Abo aus. Hier schlägt Netflix sogar 20 Prozent drauf (von 11 auf 13 Dollar).

Ob die Preisaufschläge auch über den Atlantik nach Europa wandern werden, ist zur Stunde noch unklar. Es dürfte sich aber angesichts der jüngsten Entwicklungen nur um eine Frage der Zeit handeln, da sich der Kampf um die Kunden in der zweiten Jahreshälfte 2019 noch erhöhen wird.

(red)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • TV und Film
  • Netflix-User müssen sich auf höhere Preise gefasst machen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen