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"Nervosität ist der Freund der Gegner"

2004 bestreitet der Feldkircher Motorradfahrer René Mähr die Internationale Deutsche Meisterschaft. Das 16-jährige Leichtgewicht muss 130 PS bändigen.

René Mähr: 16 Jahre, 65 Kilogramm, 1,82 Meter groß. Der Schüler an der HAK Feldkirch muss in der am 8. Mai beginnenden Saison in der IDM, der Internationalen Deutschen Meisterschaft, sein Motorrad, eine Honda CBR 600 RR, beherrschen. Dass er dies kann, hat er schon im vergangenen Jahr bewiesen, als er unter anderem bei einem Test in Cartagena gegen fünf internationale Topfahrer zu Beginn sechs und gegen Ende des Vergleichs lediglich drei Sekunden pro Runde eingebüßt hat. „Und diese drei Sekunden sind nicht so viel, wenn man bedenkt, dass wir nicht das Material der anderen zur Verfügung haben. Das ist natürlich eine Frage des Budgets”, gibt Vater Kurt Mähr zu bedenken.

„Die fünf PS, die wir vielleicht weniger haben werden, muss eben unser Fahrer besser sein”, lacht Softwareentwickler Markus Gorbach, ein Freund der Familie, der René Mähr nach Kräften unterstützt. 130 PS sorgen für Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 280 km/h, das Budget für die Saison 2004 beträgt 90.000 Euro. Einen großen Betrag verschlingen die Reifen, die nicht nur in der Formel 1 über Sieg und Niederlage entscheiden können.

René Mähr, der 2001 und 2002 mit seiner Aprilia RC 125 einige Topplatzierungen im ADAC-Junior-Cup herausfuhr, wird versuchen, seinen Beitrag dazu zu leisten. Zugute kommen soll ihm da seine große Ruhe in den Rennen, in denen er „nichts überstürzt” und zuerst auf sich schaue. „Manchmal ist es schon unheimlich, er ist überhaupt nicht nervös. Aber das ist gut so, denn die Nervosität ist der Freund deiner Gegner”, weiß der Vater, der die gefährlichste Situation seines Sohnes aus nächster Nähe mitansehen musste.

Vor drei Jahren war es, in Mugello, als auf der langen Gerade bei 160 km/h ein Fahrer von hinten heranbrauste, René Mähr übersah, weil ein anderer Fahrer im Windschatten des Feldkirchers fuhr und ausscherte. „Er hat mich voll erwischt, flog über mich drüber. Ich habe mir nur die Hand gebrochen und hatte Kopfweh”, wundert sich der 16-Jährige noch heute. „Du darfst keine Angst haben. Angst macht Stress – und damit ist es schwer zu fahren”, weiß der Youngster, der 2006 seine ersten Einsätze in der Supersport-WM, der Vorstufe zur Prototypen-WM der Rossis und Co, fahren will. Der Schüler, der mit fünf Jahren auf einer Honda die Welt der Zweiräder kennenlernte, weiß, dass Geduld ein wichtiges Gut ist. Wie auch im Rennen.

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