Nationalratswahl 2013: Die Spitzenkandidaten im Portrait

Die neun Spitzenkandidaten der Nationalratswhal 2013 im Portrait.
Die neun Spitzenkandidaten der Nationalratswhal 2013 im Portrait. ©APA
Neun Spitzenkandidaten werden bundesweit für die Nationalratswahl 2013 antreten. Wir haben die Kurz-Portraits für Sie.

BUNDESKANZLER FAYMANN H€LT REDE AN €LTERE GENERATIONWerner Faymann (53) zieht zum zweiten Mal als SPÖ-Vorsitzender in den Nationalratswahlkampf. Am 8.8.2008, also kurz vor dem Urnengang vor fünf Jahren, war er am Parteitag zum Nachfolger von Alfred Gusenbauer gekürt worden. Bei der National- ratswahl 2008 holte er dann 29,26 Prozent und ging als Bundeskanzler eine Neuauflage der “großen” Koalition mit der ÖVP ein. Der am 4. Mai 1960 geborene Wiener startete seine politische Karriere bei der Sozialistischen Jugend (1981 bis 1987 Wien-Chef), war Geschäftsführer der Wiener Mietervereinigung und saß ab 1985 im Wiener Gemeinderat. 1994 wurde er Wohnbaustadtrat in der Hauptstadt, 2007 Infrastrukturminister in der Regierung Gusenbauer. Faymann ist in zweiter Ehe mit der Wiener Gemeinderätin Martina Ludwig verheiratet und hat zwei Töchter (eine aus erster Ehe).

 

…VP-KLUBTAGUNG: SPINDELEGGERMichael Spindelegger (53) ist seit 2011 Obmann der ÖVP und führt seine Partei damit erstmals in eine Nationalratswahl. Er übernahm im Frühling 2011 Parteivorsitz und Vizekanzleramt von Josef Pröll, der sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurückzog. Der promovierte Jurist stieg als Mitar- beiter von Verteidigungsminister Robert Lichal 1987 ins politische Geschehen ein. 1992 bis 1993 war er Mitglied des Bundesrats, 1993 bis 2008 saß Spindelegger im Nationalrat (mit einer Pause 1995 bis 1996, als er im EU-Parlament ein Mandat innehatte). Von 2006 bis 2008 war er Zweiter Nationalratspräsident. 2008 holte ihn Josef Pröll als Außenminister in die Regierung. Spindeleggers politische Heimat in der ÖVP ist der Arbeitnehmerbund ÖAAB, dessen Obmann er von 2009 bis 2011 war. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

 

PK FP… "PLAKATKAMPAGNE F†R DIE NR-WAHL": STRACHEHeinz-Christian Strache (44) wurde 2005 nach der Abspaltung des BZÖ der neue Bundesparteichef der FPÖ. In die Politik stieg der am 12. Juni 1969 in Wien geborene Zahntechniker im Alter von 21 Jahren als Bezirksrat ein. 1996 kam er in den Wiener Gemeinderat, 2001 wurde er stellvertretender Klubobmann im Rathaus und 2004 löste er Hilmar Kabas als Wiener Parteiobmann ab. Rund ein Jahr später übernahm er die Bundespartei. 2006 fuhr Strache für die FPÖ 11 Prozent ein, 2008 wurde das Ergebnis deutlich auf 17,5 Prozent gesteigert. Von seinem früher für 2013 ausgegebenen ambitionierten Wahlziel – 33,3 Prozent – hat er sich schon länger verabschiedet, denn die FPÖ hatte bei den jüngsten Wahlen keine glorreichen Ergebnisse eingefahren. Strache hat zwei Kinder aus erster Ehe.

 

PR€SENTATION DIE GR†NEN - "1. PLAKATWELLE": GLAWISCHNIGEva Glawischnig (44) übernahm die Grünen, als sich ihr Vorgänger Alexander Van der Bellen kurz nach der Nationalratswahl 2008 von seinem Chefposten zurückzog. Die promovierte Juristin stieß wie andere Parteikollegen über ihre Tätigkeit bei der Umweltorganisation Global 2000 (1992 bis 1996) zur Politik. Von 1996 bis 1999 war sie Umweltsprecherin, seit 1999 ist sie Nationalratsabgeordnete. 2006 bis 2008 hatte sie überdies das Amt der 3. Nationalrats- präsidentin inne. Glawischnig ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 

PR€SENTATION DER BZ…-KANDIDATEN F†R DIE NR-WAHL: BUCHERJosef Bucher (47) lenkt das BZÖ seit 2009, nachdem Jörg Haider 2008 verunglückt war. Vom Glück verwöhnt war der Parteichef seitdem mitnichten. In Kärnten kam ihm die Partei Richtung FPÖ abhanden, was Bucher auf lange Sicht immerhin einige Altlasten ersparte. Das Bündnis schaffte dort bei den jüngsten Landtagswahlen gerade einmal zwei Mandate. Nachgerade in Scharen verließen zudem BZÖler ihre Partei Richtung Team Stronach. Bucher, geboren am 19. August 1965 in Friesach, hat eine Ausbildung in Hotel und Gastronomie und stieg via Kärntner Wirtschaftskammer in die Politik ein. 2002 wurde er Nationalratsabgeordneter, damals noch für die FPÖ. Er folgte – wie ein großer Teil der Freiheitlichen – Haider ins BZÖ. Nach Haiders Unfalltod 2008 wurde er zunächst Klubobmann und 2009 schließlich Parteichef.

 

PK TEAM STRONACH  "MIT SALZBURGS SICHERHEIT SPEKULIERT MAN NICHT" : STRONACHFrank Stronach (80) ist der wohl schillerndste Neuzugang zur politischen Landschaft Österreichs. Lange wurde lediglich gemunkelt über eine Stronach-Partei. Letztendlich konnte der Austro-Kanadier, der am 6. September 1932 als Franz Strohsack in Klein- semmering bei Weiz zur Welt kam, der Versuchung nicht widerstehen, Österreich nicht nur wirtschaftlich (Magna) und sportlich (Fußball, Pferde) aufzumischen. Stronach angelte sich vor allem beim BZÖ politisches Personal, erlangte Klubstatus im Nationalrat und zog bei den vier Wahlen im Frühling vom Fleck weg in drei von vier Landtage ein. Den Wahlerfolgen stehen allerdings teils chaotische Zustände in den Landesparteien gegenüber. Und auch auf Bundesebene vermag Stronach immer wieder zu verwirren, etwa, was Ansagen über mögliche Regierungsbeteiligungen betrifft. Stronach ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn.

 

NR-WAHL 2008: TV-KONFRONTATION DER SPITZENKANDIDATEN: MESSNERMirko Messner (65) ist seit April 2006 Bundessprecher der KPÖ. Der Germanist und Slawist, am 6. Dezember 1948 in Slovenj Gradec im damaligen Jugoslawien geboren und ab 1955 in Klagenfurt aufgewachsen, trat 1973 der KPÖ bei. Nach zehn Jahren legte er aufgrund der Parteientwicklung und der Haltung in der Minderheitenfrage sämtliche Funktionen zurück. Nach der Umorientierung der KPÖ nahm der Kärntner Slowene wieder ehren- amtliche Tätigkeiten auf – und wurde schließlich Bundessprecher und Spitzenkandidat bei der NR-Wahl 2006. Beruflich ist Messner jetzt als Publizist tätig, zwischenzeitlich hat er ein EDV-Unternehmen geführt. 2008 erzielte die KPÖ 0,76 Prozent.

 

PK NEOS: STROLZMatthias Strolz (40) hat als Lieblingsfarbe Pink. Das möchte man zumindest meinen, wenn man die Corporate Identity seiner Partei NEOS – Das Neue Österreich – vor die Augen bekommt. Er kam am 10. Juni 1973 in Bludenz zur Welt und war früher auch nicht wirklich politikfern, so war er etwa 2000 bis 2001 parlamentarischer Mitarbeiter der Volkspartei. Der geprüfte Unternehmensberater und Unternehmer will aber Österreich erneuern und hat deshalb gemeinsam mit dem LIF eine Wahlplattform gegründet. Strolz ist verheiratet und hat drei Töchter.

 

NR-WAHL: PIRATEN K†RTEN IN KLAGENFURT IHRE SPITZENKANDIDATEN - WIESERMario Wieser (26) ist Spitzenkandidat der Piraten. Der Oberösterreicher führt den Nickname Romario und versteht sich als Repräsentant des Piraten-Teams, der lediglich aus formalen Gründen auf Platz eins der Liste gelandet ist. Er ist technischer Angestellter und fand über den Protest gegen das internationale Anti-Piraterie-Abkommen ACTA zur Politik. Als politische Schwerpunkte nennt er Bürger- und Grundrechte, Urheberrecht und Verkehr.

 

 

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