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Nationalratspräsidentin Barbara Prammer verstorben

Barbara Prammer hatte im Vorjahr ihre Krebserkrankung öffentlich gemacht.
Barbara Prammer hatte im Vorjahr ihre Krebserkrankung öffentlich gemacht. ©APA
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) ist am Samstagnachmittag an den Folgen einer schweren Krankheit im Alter von 60 Jahren verstorben.
Prammer schwer krank

Nach Angaben ihres Sprechers Gerhard Marschall starb Barbara Prammer im Kreise ihrer Familie. Nähere Infos wird es am Sonntag um 11.00 Uhr im Parlament (Abgeordnetensprechzimmer) geben, hieß es. Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich erschüttert.

“Die Nachricht erfüllt uns mit tiefster Traurigkeit”, wurde Fischer am Samstagabend in einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei zitiert.

Fischer: Barbara Prammer “große Frauenpersönlichkeit”

“Barbara Prammer war eine der großen Frauenpersönlichkeiten im öffentlichen Leben unseres Landes und auch über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt und geschätzt. Sie war eine engagierte und unbestrittene Präsidentin des österreichischen Nationalrats, eine führende Sozialdemokratin und eine absolut integre Politikerin, der ich mich auch persönlich sehr verbunden fühlte”, so der Bundespräsident.

Trauer um Prammer

Der Tod von Prammer hat am Samstag quer durch die politischen Parteien tiefe Betroffenheit hervorgerufen. Bundeskanzler Werner Fayman (ebenfalls SPÖ) erklärte: “Ihr früher Tod hinterlässt große Betroffenheit und Trauer.” Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) sagte: “Die österreichische Politik verliert eine starke Persönlichkeit”.

“Barbara Prammer war eine bedeutende Sozialdemokratin, engagierte Frauenpolitikerin, große Demokratin und seit 2006 eine hervorragende Nationalratspräsidentin”, so Faymann laut Aussendung in einer ersten Stellungnahme.

“Kind der Kreisky-Zeit”

“Sie sah sich selbst als Kind der Kreisky-Zeit und hat nie aufgehört, an eine Zukunft zu glauben, in der soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit zur Selbstverständlichkeit geworden sind.” Als Kämpferin für die Gleichstellung der Frauen habe sie die Gesellschaft ebenso geprägt wie mit ihrem Engagement, junge Menschen für Demokratie und politische Mitsprache zu begeistern.

“Ganz besonders stark war ihr Eintreten für ein Miteinander in der Gesellschaft, gegen Verhetzung, Rassismus und Antisemitismus. Barbara Prammer war es ein großes Anliegen, dass die Gräuel des Nationalsozialismus, auch und besonders von jungen Menschen, nicht vergessen werden”, meinte der Bundeskanzler.

“Ausgezeichnete Politikerin”

Spindelegger teilte mit: “Zeit ihrer politischen Laufbahn hat Barbara Prammer in verschiedenen Funktionen auf Landes- und Bundesebene gewirkt, in denen sie lösungs- und konsensorientiert für die Menschen in diesem Land gearbeitet hat.” Prammer sei “über die Parteigrenzen hinweg für ihre Arbeit wertgeschätzt worden”.

Der ÖVP-Bundesparteiobmann unterstrich: “Barbara Prammer hat stets klare Positionen bezogen und sich als überzeugte Demokratin und Österreicherin durch ihre sachpolitische Arbeit ausgezeichnet.”

(APA)

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