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Nationalbibliothek muss kommendes Jahr Depotplatz anmieten

Lesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek
Lesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek ©onb.ac.at
Die Tiefspeicher-Kapazitäten der Österreichische Nationalbibliothek werden 2011 erschöpft sein. Der geplante viergeschossige Tiefspeicher unter dem Heldenplatz wird selbst bei sofortigem Baubeginn frühestens 2012 fertig. Als "Übergangslösung" könnten Räume angemietet werden.

Die Österreichische Nationalbibliothek hat ihren “schönsten Lesesaal” und die Räumlichkeiten einer der wertvollsten Kartensammlungen der Welt generalsaniert. Sowohl der neu adaptierte Augustinerlesesaal als auch die Kartensammlung werden nach dem erfolgten Abschluss der Bauarbeiten ab Montag in neuem Glanz wieder zugänglich sein, schilderte Direktorin Johanna Rachinger am Freitag bei einem Pressegespräch. Wann jedoch mit dem Bau des “dringend benötigten” Tiefspeichers begonnen wird, sei derzeit immer noch unklar, so Rachinger gegenüber der APA.

Ursprünglichen Berechnungen nach wäre das derzeitige Fassungsvermögen der Bibliotheks-Speicher heuer erschöpft, “durch Umschichtungen kommen wir aber bis 2011 aus”, so Rachinger zur APA. Da die erwartete Bauzeit des viergeschossigen Tiefspeichers unter dem Heldenplatz, der die derzeit bestehenden 24.000 Quadratmeter Gesamt-Depotfläche um 32.000 Quadratmeter erweitern soll, rund zwei Jahre betragen wird, müssten auch bei sofortigem Baubeginn “Räume angemietet werden. Dies ist aber nur eine Übergangslösung für ein Jahr, keine Dauerlösung”, betonte Rachinger.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) sei “die Dringlichkeit des Anliegens bewusst”, so Rachinger, derzeit werde vom Ministerium ein Modell für eine PPP-Finanzierung (mit privaten und öffentlichen Geldern) errechnet. Bau- und Einrichtungskosten sollen zusammen 40 Mio. Euro betragen. Mittelfristig sei laut einer Studie die Lösung unter dem Heldenplatz billiger als ein Neubau “auf der grünen Wiese”, so Rachinger.

Die Generalsanierung von Kartensammlung und Augustinerlesesaal habe einen “weiteren Modernisierungsschub” gebracht, sagte Rachinger, damit sei die Sanierung und Modernisierung der Sammlungsbereiche der Nationalbibliothek abgeschlossen. Die Adaption der Kartensammlung habe rund 2,05 Mio. Euro gekostet, die das Unterrichtsministerium zur Verfügung gestellt hat, weitere 211.000 Euro wurden zusätzlich in Sicherheit investiert. Der Augustinerlesesaal schlug mit 608.200 Euro plus 35.500 Euro Sicherheitskosten zu Buche. Im April soll “die nächste große Baustelle” abgeschlossen sein: Vom Völkerkundemuseum wurde ein 160 Quadratmeter großer Raum übernommen, der künftig 70 zusätzliche Leseplätze bieten soll.

In der Kartensammlung lagern 275.000 Kartenblätter, 240.000 geografische Ansichten, 550 Globen, 80 Modelle und 75.000 Bände Fachliteratur. Für die Lagerung wurde ein Kubus in den darüberliegenden Dachboden eingebaut, der eine zusätzliche “Sicherheitszelle” für besonders wertvolle Exemplare beinhaltet. In der Sammlung ist u.a. der fünfzigbändige Atlas Blaeu-van der Hem (seit 2003 UNESCO-Weltdokumenterbe) enthalten.

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