Nach Unruhen in Burma sind Tausende auf der Flucht

Aufgrund der jüngsten Gefechte zwischen Buddhisten und Muslimen sind in Burma tausende Menschen auf der Flucht. Nach Angaben der Vereinten Nationen fliehen mehr als 5500 Menschen in die bereits überfüllten Flüchtlingslager im Westen des Landes. Dabei handele es sich überwiegend um Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Rohingya, teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Samstag mit.


Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Muslimen in den vergangenen Tagen im Bundesstaat Rakhine wurden nach jüngsten Behördenangaben mindestens 67 Menschen getötet. Nachdem sich die Lage im Juni zunächst beruhigt hatte, flammte die Gewalt am Sonntag wieder auf. Amtlichen Angaben zufolge wurden seit Juni mindestens 150 Menschen getötet, die Zahl der Flüchtlinge wird auf etwa 80.000 geschätzt.

Die Muslime in Rakhine gehören zur Volksgruppe der Rohingya, laut UNO eine der am stärksten verfolgte Minderheit der Welt. Die Bevölkerung in Burma ist zu 89 Prozent buddhistisch, nur vier Prozent sind Muslime. Sie besitzen nicht die burmesische Staatsbürgerschaft und sind in ihren Rechten erheblich eingeschränkt.

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