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Nach tödlicher Hundeattacke auf Joggerin: Regeln wie in Wien gefordert

Das KFV fordert in ganz Österreich Regeln für Listenhunde wie in Wien.
Das KFV fordert in ganz Österreich Regeln für Listenhunde wie in Wien. ©CanvaPro (Sujet)
Nach dem tödlichen Vorfall, bei dem eine Joggerin in Oberösterreich von einem Hund angegriffen wurde, wird derzeit über mögliche Auflagen für Hundebesitzer diskutiert. In Wien existiert bereits seit 201 der obligatorische Hundeführschein für bestimmte Hunderassen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) setzt sich nun dafür ein, dass strengere Vorschriften auch in allen anderen Bundesländern eingeführt werden.
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Die Diskussion um Listenhunde flammt wieder auf. Nach der tödlichen Hundeattacke auf eine Joggerin in Oberösterreich beschäftigt das Thema wieder viele Menschen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) fordert nun einheitliche Regelungen für Listenhunde in ganz Österreich, wie in Wien. Dazu gehören Beißkorb- und Leinenpflicht, berichtete die ORF-Sendung "Wien Heute".

KFV fordert österreichweite Regeln nach Wiener Vorbild

Ein Rassenhund, konkret ein American Staffordshire Terrier, hatte eine Joggerin auf einem Güterweg in Naarn (Bezirk Perg) angefallen und totgebissen. Der Hund war angeleint und ohne Beißkorb unterwegs. Er hat sich plötzlich losgerissen. In Wien gelten für potenziell gefährliche Hunderassen besonders strenge Regeln. Mit Ausnahme in der Hundezone müssen sie in der Öffentlichkeit an der Leine geführt werden und einen Beißkorb tragen.

Besitzer von Listenhunde müssen Hundeführschein absolvieren

Besitzer dieser Listenhunde müssen einen Hundeführschein absolvieren und ihn nach zwei Jahren auffrischen. "Bei dieser Prüfung zeigt der Hundehalter oder die Hundehalterin, dass sie sehr vorausschauend mit dem Tier umgehen kann. Es werden einfache Handlungen, wie Maul- und Pfotenkontrolle abgefragt und einfache Kommandos wie Sitz, Platz und Komm her", so Ruth Jily, Leiterin der MA 60 Tierschutz. Rund 9.900 Hundeführscheine wurden in Wien seit 2010 vergeben. Die Einhaltung der Regeln wird von Polizei und Veterenäramt stichprobenartig geprüft.

Leine und Beißkorb für Listenhunde gefordert

Das KFV fordert nun österreichweit einheitliche Vorschriften nach Wiener Vorbild. "Bestimmte Hunde, die durch ihre Gefährlichkeit hervorstechen und durch ihre große Körperkraft, dürfen nur mit Leine und Beißkorb gehalten werden. Leine oder Beißkorb ist zu wenig", so Armin Kaltenegger vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. Letztes Jahr wurden in Wien 13 Listenhunde behördlich abgenommen. 2023 waren es bislang 15 Tiere. Sie landen im Tierschutzhaus oder Tierquartier und gelten als schwer vermittelbar. Der Hund der die 60-jährige Joggerin in Oberösterreich getötet hatte, wurde bereits eingeschläfert.

(Red)

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