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Nach Parlamentswahl „nicht ungefährliche Lage"

Die Wahl in Serbien hat nach Meinung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) „einen deutlichen Rechtsruck" gebracht.

Das sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerhard Weißkirchen im Namen der OSZE am Montag in Belgrad. „Das Wahlergebnis zwingt die demokratischen Kräfte, ihre Streitigkeiten zu überwinden und sich auf Grundsätze zu einigen”, sagte er weiter.

Aus der Wahl ging die ultranationalistische Serbische Radikale Partei (SRS) nach vorläufigen Ergebnissen mit 27,7 Prozent der Stimmen als Sieger hervor. Die national-konservative Demokratische Partei Serbiens (DSS) des früheren jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica wurde mit 18,0 Prozent Zweiter. Die Demokratische Partei des im März ermordeten serbischen Regierungschefs Zoran Djindjic ist mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft.

Daneben übersprangen noch die Expertenpartei G17 plus (11,7 Prozent), die monarchistische SPO (7,7 Prozent) und die Sozialisten (SPS) des vor dem Haager Kriegsverbrechertribunal angeklagten früheren Machthabers Slobodan Milosevic (7,4 Prozent) die Fünf- Prozent-Hürde.

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