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Nach Ibiza-Affäre: Auch WKO-naher Verein gerät ins Visier

Ein WKO-naher Verein soll mit Geld für Pensionen versorgt worden sein.
Ein WKO-naher Verein soll mit Geld für Pensionen versorgt worden sein. ©APA (Sujet)
Politiknahe Vereinskonstrukte sind seit der Ibiza-Affäre besonders im Fokus. In diesem Zusammenhang hat der "Falter" einen Verein im Umfeld der Wirtschaftskammer Österreich ausgemacht.

Demnach diente der Verein Austrian Senior Experts Pool (ASEP) als Durchreiche für Millionenzahlungen der Kammer an den weiteren Verein Experten für die Wirtschaft (EFW) zur Versorgung von Frühpensionisten.

Wirtschaftskammer weist Vorwürfe zurück

Die Wirtschaftskammer jedenfalls weist gegenüber dem Magazin Mutmaßungen in Richtung Parteienfinanzierung zurück. Sie schließt diese wie auch verdeckte Zuwendungen an politische Kabinette kategorisch aus. Die Sache sei "ungewöhnlich, aber völlig sauber", wird WKÖ-Vizechef und -Finanzreferent Richard Schenz zitiert. Die Zahlungen flossen demnach im Rahmen eines "Sozialplans" für ehemalige WKÖ-Mitarbeiter, um diese in die Pension zu verabschieden.

Intransparenz blieb unerklärt

Laut Wiener Wochenzeitung "Falter" erklärte Schenz den Sinn der Intransparenz der Konstruktion ebenso wenig wie eine WKÖ-Sprecherin. Der "völlig saubere" Verein EFW sei aber deswegen gefördert worden, weil er jene WKÖ-Mitarbeiter versorgt habe, die die Kammer abbauen musste. Im Jahr 2012 seien 750.220 Euro an 120 frühpensionierte Wirtschaftskämmerer gegangen, 2017 noch 378.980 Euro an 47 Personen.

"Wo war die Leistung?", fragt der "Falter". Die Frühpensionierten hätten der Kammer "weiterhin ihr Know-how zur Verfügung gestellt", sagte die Sprecherin dazu.d

(APA/Red)

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