Nach Ermittlungen stürzt die ÖVP in Umfragen ab

Dei Türkisen unter Klubobmann Sebastian Kurz (ÖVP) kämen, laut einer Market-Umfrage, nach dem Chat-Skandal auf nur 27 Prozent der Wählerstimmen.
Dei Türkisen unter Klubobmann Sebastian Kurz (ÖVP) kämen, laut einer Market-Umfrage, nach dem Chat-Skandal auf nur 27 Prozent der Wählerstimmen. ©JOE KLAMAR / AFP
Die Ermittlungen rund um die Umfrage-Affäre der ÖVP haben zu starken Umfrageverlusten der Türkisen geführt. Laut einer Erhebung von Market würde die ÖVP nur mehr auf 27 Prozent kommen.

Die Umfrage-Affäre der ÖVP hat zu schmerzhaften Umfrageverlusten geführt. So stürzt die Kanzlerpartei in der Sonntagsfrage in gleich zwei Erhebungen deutlich ab: Laut einer Erhebung von Market im Auftrag des "Standard" würde die ÖVP auf nur mehr 27 Prozent kommen, was mehr als zehn Prozentpunkte unter dem Wahlergebnis liegt. SPÖ, FPÖ und NEOS gehen gestärkt heraus, auch die Grünen verlieren.

Umfrage nach Rücktritt von Sebastian Kurz durchgeführt

Durchgeführt wurde die Online-Befragung von Market mit 800 Beteiligten von 11. bis 12. Oktober, also nach dem Rücktritt von ÖVP-Obmann Sebastian Kurz als Bundeskanzler. Zwar bleibt seine Partei darin noch immer stärkste Fraktion, allerdings rückt die SPÖ mit 25 Prozent recht nahe und verbucht einen Zugewinn im Vergleich zur Nationalratswahl im Jahr 2019 (21,2 Prozent) von fast vier Prozent. Noch mehr legt die FPÖ zu und kommt von ursprünglich 16,2 auf 21 Prozent.

NEOS konnten von Regierungskrise profitieren

Auch die NEOS konnten von der Regierungskrise profitieren, gewinnen in der Sonntagsfrage von Market rund 5 Punkte und würden nun bei 13 Prozent liegen. Verluste - wenn auch nur leichte - verzeichnen die Grünen, die nach dem von ihnen forcierten Abgang des Kanzlers die Koalitionsarbeit fortsetzen: Bei einer Nationalratswahl würden sie laut Market nur mehr auf 11 Prozent kommen, was ein Minus von 2,9 Punkten und den letzten Platz unter den Parlamentsparteien hinter den NEOS bedeuten würde.

"Krone"-Umfrage kommt zu ähnlichem Ergebnis

Ähnlich sieht die Situation eine am Dienstag in der "Krone" publizierte Umfrage, die unter 1.099 Personen vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) durchgeführt wurde - allerdings zum Teil noch vor dem Kurz-Rücktritt. Dort käme die ÖVP auf 26 Prozent, die SPÖ auf 25 Prozent (und damit noch knapper an die Kanzlerpartei), die FPÖ auf 21 Prozent, NEOS und Grüne gleichauf auf 11 Prozent.

(APA/Red)

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