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Nach Berthold-Kritik verteidigte Hujara Vorgehen

Günter Hujara hat am Donnerstagabend in der Mannschaftsführersitzung in Lenzerheide die Entscheidung verteidigt, nach den Coaches auch die Athleten zu befragen, ob der Weltcup-Super-G durchgeführt werden soll. "Das ist genau das, was immer verlangt wird. Deshalb haben wir den Athletensprecher installiert", sagte der FIS-Renndirektor.


ÖSV-Herren-Cheftrainer Mathias Berthold sah an diesem Tag “die Jury nicht im Einsatz”, er kritisierte auch die lange Dauer der Evakuierung des verunfallten Klaus Kröll. “Es kann nicht sein, dass die Teams gefragt werden, ob ein Rennen gefahren werden kann”, ergriff Berthold vor versammelter Trainerschaft das Wort. Die Meinungen mancher Trainerkollegen hätten ihn auch überrascht. “Für uns war es nicht sicher und nicht fahrbar und weit weg von fair”, sagte Berthold. Dass nach den Trainern die Athleten befragt wurden, bezeichnete er als “sehr komisch”, schließlich würden da verschiedene Interessen mitspielen. “Ich war nicht nur überrascht, ich war ein bisserl geschockt.”

Zustimmung hatte Berthold schon am Nachmittag vom deutschen Alpin-Direktor Wolfgang Maier bekommen. “Wir müssen nicht im letzten Rennen die Gesundheit unserer Sportler riskieren, für etwas, das letztendlich am Schluss dann keinen Wert mehr hat”, sagte dieser.

In der Mannschaftsführersitzung meldeten sich drei weitere Trainer zu Wort. Mit unterschiedlichen Meinungen. Der französische Coach kritisierte die Absage (mit Gauthier De Tessieres lag sein Schützling in Front) “auf Druck von Österreich”, der norwegische befand die Bedingungen für fahrbar (Aksel Lund Svindal hätte seine Chance auf den Gesamtweltcup wahren können), und der italienische meinte: “In so einem Fall muss man nicht demokratisch sein, die Jury soll entscheiden.”

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