Muttersbergbahn eröffnet

47 Jahre nach ihrer Eröffnung startet die Muttersbergbahn in Bludenz neu. Somit wurde die „Erlebniswelt Muttersberg“ am Freitag offiziell eröffnet.

Die neue Bahn ist laut Hersteller die modernste Einseil-Umlaufbahn der Alpen. Die Silvretta-Nova-Gruppe und die Anrainergemeinden Bludenz und Nüziders investierten insgesamt rund zwölf Millionen Euro in die Bahn und in den neuen Alpengasthof Muttersberg.

Mit der Achter-Gondelbahn gelangen in Zukunft die Besucher in weniger als sieben Minuten auf den Hausberg von Bludenz-Nüziders. Das neue Transportmittel wurde in neun Monaten Bauzeit errichtet und ist bereits seit Weihnachten im Betrieb. Die Förderleistung beträgt 800 Personen pro Stunde. 180.000 bis 200.000 Besucher werden pro Jahr erwartet. Aktuelle Informationen über die Erlebniswelt wird es in Kürze unter der Web-Adresse http://www.muttersberg.at geben.

„Wir können heute stolz sein auf unseren ,Nachwuchs’, freute sich Vorstandsdirektor Heinrich Sandrell darüber, Bludenz als neuen Standort der Silvretta-Nova-Gruppe gewonnen zu haben. Die Bahn samt dem Alpengasthof entpuppen sich als harmonische Komposition, die funktionalen, aber auch ästhetischen Ansprüchen gerecht werde. Insgesamt beschäftigte die Silvretta-Nova-Gruppe im vergangenen Winter 586 Mitarbeiter und ist damit der größte touristische Arbeitgeber in Vorarlberg.

Auf die Bedeutung der Seilbahnwirtschaft ging auch Infrastrukturminister Hubert Gorbach (F) ein. Schließlich sei ohne Seilbahnen kein funktionsfähiger Tourismus mehr vorstellbar. Für die Muttersbergbahn kommen über diese allgemeine Bedeutung hinaus noch andere Gesichtspunkte hinzu, erklärte der Minister. „Durch eine geglückte Verbindung zwischen der Silvretta-Nova-Gruppe und Bludenz/Nüziders ist es gelungen, ein Projekt zu realisieren, das den Bedürfnissen der Region entspricht und sicherstellt, dass der Muttersberg in seiner Bedeutung als ,Hausberg’ für die Naherholung der Bevölkerung, aber auch für Gäste aus nah und fern, nicht nur erhalten bleibt, sondern als ein wichtiges Markenzeichen der Region wieder aufgewertet wird“, so Gorbach.
Der Muttersberg in Bludenz und das Fürstentum Liechtenstein sind seit langem miteinander verbunden: Die 176 Hektar Alpe Tiefensee-Klösis unweit der Muttersbergbahn befindet sich seit nahezu einem Jahrhundert in Liechtensteiner Besitz. Jeden Sommer werden rund 65 Stück Vieh aus dem Vorarlberger Nachbarland auf diese Alpe getrieben. Insgesamt 14 Alpbesitzer teilen sich die 34 Weiderechte.

Prominentester Alpbesitzer ist der Liechtensteinische Regierungschef Otmar Hasler. Er besucht mehrmals im Jahr „seine“ Alpe mitsamt Familie, um sich von harten Regierungsgeschäften zu erholen und die Freizeit inmitten blühender Almwiesen zu genießen. „Und wenn’s um die Arbeit geht, dann fehlt er auch nie“, lobte Alpmeister Hugo Gstöhl aus Eschen den Regierungschef. Als fixer Besucher gilt Hasler auch bei der traditionellen Alpmesse am 1. Juli, bei der sich alljährlich an die 150 Personen auf Tiefensee-Klösis versammeln.

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