Mutter schüttelte schreiendes Baby in Wien-Favoriten: Lebensgefahr

Nach der Schüttelattacke der Mutter befindet sich das Baby in Lebensgefahr.
Nach der Schüttelattacke der Mutter befindet sich das Baby in Lebensgefahr. ©pixabay.com (Sujet)
Eine 28-jährige Wienerin soll ihr erst vier Monate altes Baby geschüttelt haben, da das Kind ununterbrochen schrie. Der Säugling erlitt ein Schütteltrauma und befindet sich in kritischem Zustand im Spital.

Ende Juli alarmierten die Eltern eines vier Monate alten Säuglings in Wien-Favoriten den Rettungsdienst. Im Krankenhaus stellten die Ärzte lebensbedrohliche innere Verletzungen bei dem Mädchen fest, welche durch ein sogenanntes "Schütteltrauma" entstanden sein könnten. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert.

Baby erlitt Schütteltrauma: Mutter in Wien-Favoriten festgenommen

In einer ersten Vernehmung räumte die 28-jährige Mutter (Stbg.: Österreich) ein, dass sie das Kind aus Verzweiflung einmal geschüttelt habe, da es ununterbrochen geweint habe.

Ein gerichtsmedizinisches Gutachten bestätigte mittlerweile, dass die lebensbedrohlichen Verletzungen mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Fremdverschulden entstanden sein dürften. Die tatverdächtige Mutter wurde festgenommen.

Das Mädchen befindet sich weiterhin in kritischem Zustand im Krankenhaus.

Familie bislang nicht der Polizei oder dem Jugendamt bekannt

Gegen den Kindesvater besteht kein Verdacht. Laut Aussage der 28-Jährigen war er währenddessen nicht in der gemeinsamen Wohnung. Die Familie war laut Polizei zuvor auch nicht polizeibekannt.

Die Familie war auch der Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) zuvor nicht bekannt, hieß es auf APA-Anfrage. Aktuell arbeite man mit dem Vater und den Großeltern intensiv zusammen. Zugleich betonte die Sprecherin, dass sich Eltern bei Überforderung an die MA11 sowie weitere Hilfseinrichtungen wenden sollten. Es gebe ein dichtes Netz an frühen Hilfen.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 10. Bezirk
  • Mutter schüttelte schreiendes Baby in Wien-Favoriten: Lebensgefahr
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen