Morgendlicher Messermord in Wien-Landstraße

Am Tatort in Wien-Landstraße
Am Tatort in Wien-Landstraße ©APA
Am Mittwochmorgen kam es in Wien-Landstraße zu einer Bluttat. Ein 37-jähriger Bewohner eines Obdachlosenheims wurde von einer 45-jährigen Frau erstochen.

Am 2. November gegen 5:00 Uhr Früh stach die Beschuldigte mit einem Messer mehrmals auf den Rücken eines 37-jährigen Mannes ein, wie Polizeisprecherin Manuela Vockner bekanntgab. Das Opfer war Bewohner einer Obdachloseneinrichtung in der Lechnerstraße in Wien-Landstraße.  Der Mann erlag noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen. Die Frau konnte von Beamten der Spezialeinheit WEGA festgenommen werden.

Das Verhältnis von mutmaßlicher Täterin und Opfer ist laut Vockner zur Zeit noch nicht bekannt. Fest steht, dass die Frau offenbar geistig verwirrt war und nicht in der Obdachloseneinrichtung in Wien-Landstraße wohnt. In dem Heim leben die Obdachlosen in eigenen kleinen Zimmern und können kommen und gehen, wann sie wollen. In einer dieser Garconnieren im Erdgeschoß hat sich die Bluttat abgespielt.

Identität der Täterin geklärt

In einer Nachbarwohnung hörte ein Mann die lauten Schreie der Frau und alarmierte gegen 4:30 Uhr die Polizei. Beim Eintreffen konnten die Polizisten durch das Fenster der im Erdgeschoß gelegenen Wohnung einen Mann blutüberströmt am Boden liegen sehen. Im Vorraum der Einzimmerwohnung stand die Beschuldigte, deren Identität inzwischen geklärt ist – es handelt sich um die 45-jährige Ursula K. Die Einsatzbeamten der WEGA verschafften sich Zutritt zur Wohnung und konnten schließlich die Bewaffnete überwältigen und festnehmen.

Bei der Festnahme durch die WEGA war die Verdächtige mit zwei Messern bewaffnet und attackierte einen Polizisten, der mit einer oberflächlichen Schnittwunde am Oberarm ins Spital eingeliefert wurde. Der herbeigerufene Notarzt konnte beim Opfer, dem 37-Jährigen Bewohner der Garconniere, nur noch den Tod feststellen. Die mutmaßliche Täterin, die vermutlich an einer psychischen Erkrankung litt, wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Wann die Frau zu dem Vorfall vernommen werden kann, war vorerst noch unklar. Die Spurensicherung stellte in der Wohnung in Landstraße mehrere Küchenmesser sicher, die als Tatwaffe infrage kommen.

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