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Mordversuch an Schwarzafrikanerin in U2: Details zu Tathergang und Folgen

Im Bereich der U2 kam es zu einem Mordversuch - nun sind Details bekannt
Im Bereich der U2 kam es zu einem Mordversuch - nun sind Details bekannt ©Wiener Linien/Johannes Zinner
Wie berichtet, kam es Samstagnacht zu einem Mordversuch in einer Station der Linie U2. Ein Mann hatte eine Schwarzafrikanerin auf die Gleise der U-Bahn gestoßen. Nun wurden weitere Details zu Opfer, Täter und Tathergang bekannt.
Frau auf Gleise gestoßen

Der folgenschwere Vorfall ereignete sich am Samstag um 23.40 Uhr in der U2-Station Taborstraße. Wie die Polizei am Montag berichtet, wartete der 51-jährige Josef S. zu diesem Zeitpunkt mit seiner Lebensgefährtin am Bahnsteig auf die U-Bahn, um nach Hause zu fahren. Auch zwei Schwarzafrikanerinnen warteten am Bahnsteig auf den Zug.

So kam es zu dem Streit in der U2

Eine der beiden Frauen telefonierte mit ihrem Handy, wodurch sich Josef S. laut eigenen Angaben massiv gestört fühlte. Der 51-Jährige sprach daraufhin die telefonierende Frau an. Die Freundin der Frau wollte schlichtend einschreiten bzw. ihre Freundin, die sich weiterhin auf ihr Telefonat konzentrierte, verteidigen. Es kam zu einem Streit zwischen der Frau und Josef S.

Im Zuge dieses Streites versetzte der Mann der 36-Jährigen mehrere Schläge gegen den Kopf und stieß sie dann – nach Angaben der Opfern mit voller Absicht – hinunter auf die U-Bahn Gleise. Die Frau zog sich dabei einen komplizierten Bruch des Fersenbeines zu und war dadurch nicht mehr in der Lage, sich aus eigener Kraft von den Schienen hinauf auf den sicheren Bahnsteig zu retten.

Notstopp-Betätigung rettete Frau

Die nächste U Bahn-Garnitur war bereits ca. 30 bis 40 Sekunden vor dem Eintreffen in den Stationsbereich der Taborstraße. Mitarbeiter der U-Bahn-Aufsicht der Wiener Linien betätigten unverzüglich den Notstopp und verhinderten so Schlimmeres. Danach bargen sie die Frau von den Schienen, die im Anschluss von der Wiener Rettung versorgt und in ein Spital verbracht wurde.

Während die Exekutive berichtet, dass der Notstopp von einem sogenannten fliegenden Team der Wiener Linien betätigt wurde, wusste man dort davon jedoch nichts, sondern ging davon aus, dass ein unbekannter Zeuge geistesgegenwärtig genug war, das Einfahren der U-Bahn zu verhindern.

Josef S. ergriff sofort nach der Tat die Flucht. Doch während der Angreifer flüchtete, hielt die Begleiterin des Opfers die Lebensgefährtin des 51-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest. So war es für die Mitarbeiter des Landeskriminalamtes Wien rasch möglich, diesen auszuforschen und bald darauf festzunehmen.

Täter schildert Vorfälle in der Station Taborstraße

S. bestritt in einer ersten Einvernahme, die Frau verletzt haben zu wollen. Er gibt den Stoß zwar zu, gibt aber an, selbst beschimpft worden zu sein. Er habe auch keine rassistischen Äußerungen getätigt, sondern sei selbst mit einer Ausländerin liiert. Er habe sich bedroht gefühlt und versucht, die 36-Jährige durch den Stoß auf Distanz zu halten. Keinesfalls habe er diese verletzen wollen.

Dies ist aber offensichtlich passiert. Die Schwarzafrikanerin wurde operiert und befand sich am Montag noch in stationärer Behandlung. Josef S. wurde wegen Mordverdachts verhaftet und in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert.

Josef S. befindet sich derzeit in der Justizvollzugsanstalt Josefstadt in Untersuchungshaft. Das Bildmaterial der Sicherheitskameras am Bahnsteig der U2 wird von den Wiener Linien zur Verfügung gestellt werden, so die Polizei.

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