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Mordalarm: Nackte Frau auf Sessel

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Eine fast mumifizierte, nackte Frauenleiche hat am Donnerstagabend bei der Wiener Polizei für Rätselraten gesorgt.

Nachdem eine Bekannte die Beamten alarmiert hatten, war die Spezialeinheit WEGA gegen 17.00 Uhr über den Balkon in die Wohnung der 63-Jährigen in Leopoldstadt eingedrungen, wo sie die Tote auf einem Stuhl sitzend fanden. Ob ein Verbrechen vorliegt, muss eine Obduktion klären, bis dahin wurde aber auch ein Mord nicht ausgeschlossen.

Ins Rollen gekommen war die Amtshandlung durch eine skurrile Einladung zum Begräbnis durch den Lebensgefährten der Frau: Er hatte rund 20 Bekannte für heute, Donnerstag, auf den Friedhof Sievering bestellt, die Beerdigung dann aber an Ort und Stelle kurzfristig abgeblasen. Eine Eingeladene wurde daraufhin stutzig und alarmierte die Polizei. Als niemand öffnete, drang die WEGA über eine Mauer und eine Leiter in die Wohnung in der Afrikanergasse 7 ein.

Völlig unklar war trotz des Mordalarmes vorerst die tatsächliche Todesursache: Oberstleutnant Karl Kmoch vom ermittlungsführenden Kriminalkommissariat Zentrum/Ost betonte, dass auch ein natürlicher Tod nicht ausgeschlossen sei. Offenbar hatte die Frau blutverdünnende Medikamente genommen und Alkohol konsumiert. In der Wohnung wurden leere Wein-Tetrapacks und eine Doppelliterflasche gefunden. Laut der Amtsärztin hatte die Frau keine Verletzungen. Obduziert werden soll sie am Freitag.

Gestorben sein dürfte die Frau nach ersten Erkenntnissen Ende Juni oder Anfang Juli, so die Polizei. Die Tageszeitung vom 29. Juni fand sich in der Wohnung, die danach zugestellten Exemplare lagen noch vor der Tür.
Aufschlüsse über den Tod erhoffen sich die Ermittler durch den Lebensgefährten, der zwar nicht unmittelbar verdächtig ist, aber gesucht wird. Der Mann hatte laut Polizei früher bei einem Würstelstand am Bahnhof Praterstern gearbeitet und dürfte derzeit arbeitslos sein. Seit längerem soll der 54-Jährige mit dunklen Anzügen gekleidet sein.

Wie eine Nachbarin schilderte, hatte der Mann seit längerer Zeit erzählt, er wohne in einem Hotel und komme nicht in die Wohnung. Im Haus nahm man daher an, die angeblich unter Alkoholproblemen leidende Frau sei auf Urlaub. Die 63-Jährige wohnte seit Jahren an der Adresse und soll früher Geschäfte im Prater gemacht haben.

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