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Möllemann nannte Westerwelle „unfähig“

Der bei einem Fallschirmabsprung ums Leben gekommene Jürgen Möllemann hat FDP-Chef Guido Westerwelle als „unfähig“ bezeichnet, Ideen für die Liberalen zu entwickeln.

„Doktor Westerwelle fehlt eben der Antreiber“, sagte der ehemalige deutsche Vizekanzler und Wirtschaftsminister in dem Interview, das am kommenden Montag veröffentlicht wird. Die Hamburger Illustrierte „stern“ druckt in ihrer neuen Ausgabe eine Langfassung des am 8. Mai in Berlin geführten und von Möllemann autorisierten Gesprächs.

Möllemann sagte in dem Interview, die FDP wäre heute Regierungspartei, wenn „diese Idioten – Entschuldigung, diese wenig bewusst handelnden Menschen im FDP-Präsidium – nicht in der letzten Woche vor der Bundestagswahl die Nerven verloren“ hätten. Er bezog sich damit auf den Streit um sein umstrittenes Israel-kritisches Flugblatt.

Möllemann hatte als FDP-Landeschef den Abgeordneten Jamal Karsli, einen Ex-Grünen und gebürtigen Syrer, in die nordrhein-westfälische Landtagsfraktion geholt. Karsli hatte dem israelischen Premier Ariel Sharon „Nazi-Methoden“ bei der Bekämpfung der Palästinenser in den besetzten Gebieten vorgeworfen. Die Kontroverse spitzte sich zu, nachdem Möllemann erklärte, Leute wie Sharon und der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman (CDU), wären dafür verantwortlich, dass die Antisemiten in Deutschland Zulauf erhielten.

Der frühere FDP-Spitzenpolitiker soll nach Informationen des „stern“ über erhebliche Geldbeträge in Liechtenstein verfügt haben. Sein langjähriger Geschäftspartner Rolf Wegener habe beim umstrittenen Export von Fuchs-Spürpanzern nach Saudiarabien im Jahr 1991 fast neun Millionen Mark Provision kassiert. In dem Bericht heißt es, Möllemann habe den Panzerexport damals als Wirtschaftsminister gefördert.

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