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Mogadischu: Derzeit Übergangsregierung

In Somalia haben sich die von der äthiopischen Armee unterstützten Truppen der Übergangsregierung am Freitag darauf vorbereitet, die Hauptstadt Mogadischu vollständig einzunehmen.

„Wir werden nicht zögern, wieder für Recht und Ordnung zu sorgen“, sagte Regierungssprecher Abdirahman Dinari der Nachrichtenagentur AFP. Wie ein Reporter der Agentur berichtete, stand das äthiopische Militär im Süden der somalischen Hauptstadt mit Panzern, über siebzig Lastwagen und Hunderten von Soldaten bereit. Hunderte weiterer Lastwagen und Panzer warteten im Norden und Westen vor der Stadt.

Die islamistischen Milizen des „Rats der Islamischen Gerichte“ hatten sich am Donnerstag kampflos aus der Hauptstadt zurückgezogen, die sie im Juni unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Äthiopien unterstützt die bisher machtlose, überwiegend aus Warlords zusammengesetzte Übergangsregierung in Baidoa. Die Lage in Mogadischu war am Freitagmorgen ruhig, aber gespannt.

Tausende demonstrieren in Mogadischu gegen äthiopische Truppen

Tausende Somalier haben am Freitag in der Hauptstadt Mogadischu gegen die äthiopische Armee demonstriert, die die Regierungstruppen im Kampf gegen islamische Milizen unterstützt. Nach Angaben von Augenzeugen warfen die Demonstranten Steine und verbrannten Reifen. Die Proteste erstreckten sich auf die Stadtteile Tawfiq und Suuqaholaha. Die Regierungstruppen waren am Donnerstag mit äthiopischer Unterstützung in Mogadischu eingezogen, nachdem die Islamisten die Stadt aufgegeben hatten.

Die Vereinten Nationen haben ihre Hilfsflüge nach Somalia wieder aufgenommen. Ein erster Flug sei am Freitag von der kenianischen Hauptstadt Nairobi aus nach Hargeisa im Norden des Landes gestartet, sagte der Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP), Peter Smerdon, am Freitag. Am Samstag sollte ein Flug nach Wajid im Süden folgen. Das WFP hatte seine Hilfsflüge am Mittwoch eingestellt, nachdem die Übergangsregierung aus Sicherheitsgründen die Grenzen geschlossen hatte. Inzwischen hat die Übergangsregierung der UN-Organisation aber erlaubt, den somalischen Luftraum zu nutzen. Die Regierungstruppen hatten am Donnerstag die Kontrolle über die Hauptstadt Mogadischu übernommen, nachdem die islamischen Milizen abgezogen waren.

Rund 1,4 Millionen Somalier leiden laut WFP an schwerer Unterernährung und sind auf Hilfe von außen angewiesen. Allerdings sind die Flutgebiete im Süden und im Landesinneren von Somalia auf dem Landweg kaum erreichbar.

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