Mittlere Reife: Landesrat Stemer begrüßt Einigung

Bregenz - Vorarlbergs Schullandesrat Siegi Stemer (V) beurteilt die Einigung der Ministerinnen Claudia Schmied (S) und Beatrix Karl (V) über die Einführung einer Mittleren Reife zwar als grundsätzlich positiv, fordert aber auch die Lösung "vieler damit verbundener Themen".
Einigung auf Mittlere Reife für 14- Jährige

Rund um die Mittlere Reife müssten viele Fragen wie etwa jene nach Bildungsstandards, Kompetenzmessungen oder der Laufbahnberatung beantwortet werden, betonte Stemer.

Es gelte, den Lernweg der Kinder schon von frühester Kindheit an optimal zu begleiten, unterstrich der Landesrat gegenüber der APA. Das bedeute unter anderem hinzuschauen, eine saubere Diagnose zu erarbeiten und in der Fortentwicklung der Kinder immer wieder Ist/Soll-Vergleiche anzustellen. Das Messen des Lernertrags mit geeichten Instrumenten müsse in der fünften bis achten Schulstufe eine “völlig unaufgeregte Geschichte” werden, sagte Stemer. Zudem solle die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg am Ende der Sekundarstufe I mit einer guten Laufbahnberatung verknüpft werden.

Silvia Benzer, Bildungssprecherin der Vorarlberger FPÖ, sah in der Mittleren Reife hingegen “das Unvermögen der beiden Regierungsparteien, echte Bildungsreformen anzudenken”. Offenbar hätten Schmied und Karl die Probleme und Defizite des Bildungssystems noch nicht erkannt. Die FPÖ-Politikerin empfahl den Ministerinnen in ihrer Aussendung “politische Nachhilfe bei Ländern, deren Erfolgsquoten bei internationalen Vergleichen weit vor denen Österreichs liegen”. Man müsse mit Differenzierung von Anbeginn der Schulpflicht auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingehen.

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