Misstrauensantrag gegen Maria Vassilakou wegen Mariahilfer Straße

Maria Vassilakou auf der Mariahilfer Straße.
Maria Vassilakou auf der Mariahilfer Straße. ©APA
Am Montag wird Maria Vassilakou einen Misstrauensantrag in Sachen Mariahilfer Straße über sich ergehen lassen müssen. Es ist nicht der erste Antrag, den die FPÖ heuer gegen die Wiener Verkehrsstadträtin einbringt.
FPÖ: "Unsinniges Projekt"
Querungen könnten kommen
Die MaHü von A-Z
Umfrage in Wien

Maria Vassilakou spreche davon, dass sich die Situation auf der Mariahilfer Straße täglich bessere, kritisierte die FPÖ in einer Aussendung: “Den Geschäftsleuten, Kunden und Anrainern wird’s aber ganz im Gegenteil jeden Tag schlecht, wenn sie den rot-grünen Pfusch sehen und an die bisher verschleuderten zwei Mio. Steuereuro denken”, befand FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache. Er bezeichnete Vassilakou in seiner Aussendung als “sensationell unfähige Verkehrsstadträtin”.

Befragung zur Mariahilfer Straße

Wiens ÖVP-Chef Manfred Juraczka wartet laut eigenen Angaben noch immer auf klare Aussagen, wie lange die Testphase noch dauern wird und wann die versprochene Befragung kommt. “Unsere Position ist unverändert: Weg mit den Querungsverboten und den Begegnungszonen, um die Staus und den Einbahnzirkus in den Bezirken sofort zu beenden”, erklärte Juraczka in einer Aussendung. Danach sollten die Anrainer aus den Nachbarbezirken entscheiden, ob sie eine “richtige Fußgängerzone” in der Kernzone oder doch wieder den Ursprungszustand haben wollen, forderte der VP-Landesobmann.

Nachbesserungen auf MaHü ab 21. Oktober

Verkehrs-Ressortchefin Vassilakou kündigte unterdessen an, dass eventuelle Nachbesserungen ab 21. Oktober vorgenommen werden. “Natürlich sehen auch wir, dass Korrekturen nötig sind. Aber die Situation bessert sich von Tag zu Tag”, erklärte sie im Gespräch mit der “Kronen-Zeitung”. Sie bekräftigte, dass Querungen wieder geöffnet werden könnten. Zuvor soll jedoch das Ergebnis einer Verkehrszählung abgewartet werden.

In einer benachbarten Burggasse hätte am Freitag übrigens eine Anrainer-Demo auf der Fahrbahn stattfinden sollen, inklusive Sitzstreik. Der wurde jedoch von der Behörde untersagt. Unterstützung erhielten die Aktivisten – darunter einige Gewerbetreibende – am Donnerstag von für sie möglicherweise überraschender Seite. “Ich verstehe die Nichtgenehmigung der Demonstration in der Burggasse nicht”, übte Vassilakou in einem Web-Posting Kritik. “Ich schließe mich zwar inhaltlich nicht der Protestaktion an, aber es steht jedem das Recht zu, für seine Anliegen einzutreten und sei es auch mit einem Sitzstreik auf einer Straße.” (APA)

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