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Missbrauch: Weitere Zahlungen an Vorarlberger Opfer

Bregenz -  Die vom Land Vorarlberg eingerichtete Opferschutzkommission zur Aufarbeitung von Gewalt- und Missbrauchsfällen in Landes-Einrichtungen hat Ende April die nächsten Entschädigungsempfehlungen beschlossen. Demnach sollen weitere 14 Betroffene Zahlungen in einer Gesamthöhe von 167.500 Euro erhalten, teilte Kommissionsvorsitzende Ruth Rüdisser vom Institut für Sozialdienste (IfS) am Mittwoch mit. Zuletzt waren vom Gremium Ende März schon 14 Opfer für eine finanzielle Entschädigung vorgeschlagen worden.

Nach Angaben von Rüdisser sind seit Jahresbeginn 2011 65 neue Meldungen bei der Opferschutzstelle eingegangen, die bei Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch eingerichtet wurde. Drei der Betroffenen habe man in ein anderes Bundesland verwiesen, neun der Opfer wünschten keine weitere Tätigkeit der Kommission.

Ende April wurden die Meldungen von insgesamt 15 Personen bearbeitet, die nach Ansicht der Kommission in unterschiedlicher Form und Dauer psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt ausgesetzt waren. 14 davon sollen eine Entschädigung zwischen jeweils 5.000 und 20.000 Euro erhalten, eine Person lehnte eine solche Zahlung ab. Für sieben Betroffene wurde außerdem die Übernahme von Therapiekosten empfohlen. “Damit sind noch 24 im Jahr 2011 eingelangte Fälle in weiteren Kommissionssitzungen zu besprechen”, sagte Rüdisser. Das nächste Zusammentreffen des Gremiums soll Ende Mai erfolgen.

Der Vorarlberger Kommission gehören neben Ruth Rüdisser auch Psychiater Reinhard Haller und der frühere Leitende Staatsanwalt von Feldkirch, Franz Pflanzner, an. Betroffene, die in der Vergangenheit Gewalt in Landeseinrichtungen erfahren haben, können sich noch bis Ende Juni an Rauch wenden.

APA

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