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Minister Kickls Mitarbeiter erhielten enorme Gehälter

Kickl und Goldgruber.
Kickl und Goldgruber. ©APA
Ein einfacher Mitarbeiter der Ressortführung soll 13.000 Euro bezogen haben, mehr als beispielsweise Generalsekräter Goldgruber.

Das Innenministerium unter Herbert Kickl (FPÖ) soll nicht nur extrem überdimensioniert gewesen sein, Mitarbeiter sollen auch immens viel Geld für ihre Arbeit dort bekommen haben. Es ist von bis zu 13.000 Euro pro Monat die Rede.

Gehaltsexzesse?

Insider aus dem Ressort, die nicht namentlich genannt werden wollen, berichten gegenüber dem "Standard", dass es vor allem in den FPÖ-Büros zu "Gehaltsexzessen" gekommen sei. Die politische Spitze des Hauses hatte vor dem Abgang Kickls 57 Mitarbeiter, im Kabinett des Ministers und bei Generalsekräter Peter Goldgruber waren 29 Referenten und 19 Hilfskräfte angestellt. Staatssekräterin Karoline Edtstadler (ÖVP) kam nur auf neun Mitarbeiter.

10.389,30 Euro für Goldgruber

Im Mai verdienten dort einige Personen mehr als der damals höchste Beamte des Hauses Peter Goldgruber, wie eine interne Erhebung der Gehälter ergab. Goldgruber bekommt ein Fixgehalt von 10.389,30 Euro brutto. Ein Mitarbeiter des Generalsekräters bekam demnach 13.000 Euro, ein weiterer 12.000. Diese beachtlichen Gehälter können beinahe mit der damaligen Gage Kickls verglichen werden, der 17.861,80 Euro brutto pro Monat erhielt.

Normalerweise verdienen Mitarbeiter des Kabinetts 5700 Euro pro Monat, wobei Überstunden inkludiert sind. Manchmal werden aber auch Beamte in den Ministerbüros angestellt, diese dürfen dann Überstunden aufzeichnen.

Überstunden en masse

Einige von Kickls und Goldgrubers Zuarbeitern stammte tatsächlich aus dem Beamtenapparat und aus Polizeibehörden. Diese Arbeiter haben die Möglichkeit, Überstunden zu schreiben exzessiv genutzt. Im Innenressort heißt es, diese Mitarbeiter hätten jede Menge Überstunden geschrieben, obwohl die Besetzung des Ministeriums gut aufgestellt war und sich der Arbeitsaufwand für jeden einzelnen durch die personelle Aufstockung eigentlich verringern hätte müssen.

Durch diese Überstunden seien die Gehälter teilweise doppelt so hoch als üblich gewesen, so der Insider gegenüber dem "Standard". Manche hätte weit mehr als 100 Mehrstunden im Monat geschrieben. Man müsse aber auch dazusagen, dass bei einigen auch Überstunden aus den Vormonaten eine Rolle spielten.

"Das sagt mir nichts"

In einer ersten Reaktion sagte Herbert Kickl zu den Vorwürfen: "Das sagt mir nichts, aber ich werde mich schlaumachen." Der ehemalige Generalsekräter Goldgruber hingegen räumt ein, dass es das eine oder andere Mal vorgekommen sei, dass einer seiner Mitarbeiter mehr als er verdient habe. "Am Anfang der Amtszeit war ja sehr viel zu tun. Wir haben das dann aber begrenzt, da wir gesehen haben, dass das so nicht geht." Allerdings habe er von den immens hohen Beträgen im Monat Mai keine Kenntnis und habe diese auch nicht genehmigt.

(Red.)

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