Mindestens 45 Tote bei Bombenanschlägen in Nigeria

Bei Anschlägen auf christliche Kirchen und anschließenden Unruhen im Norden von Nigeria sind neuen Angaben zufolge mindestens 45 Menschen getötet worden. Die Opferzahl kann nach Angaben der Rettungskräfte aber noch weiter steigen. Die Behörden hatten am Sonntagabend von 36 Toten und mehr als 100 Verletzten gesprochen.


Am Sonntag waren im Teilstaat Kaduna innerhalb von einer Stunde Anschläge auf drei Kirchen verübt worden. Daraufhin kam es an verschiedenen Orten zu Protesten und gewalttätigen Ausschreitungen christlicher Jugendlicher gegen Muslime. Ein Behördensprecher berichtete von regelrechten “Gewaltorgien”. Über Kaduna wurde eine 24-stündige Ausgangssperre verhängt.

Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Die islamistische Sekte Boko Haram hatte in der Vergangenheit jedoch zahlreiche ähnliche Angriffe verübt. Boko Haram kämpft für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit Mitte 2009 starben durch Anschläge der Organisation mehr als tausend Menschen.

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