Mindestens 16 Tote bei Zugsunglück in Südpolen

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Züge in Südpolen sind am Samstagabend mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 58 wurden nach Behördenangaben verletzt, viele davon schwer. In beiden Zügen - einer fuhr in Richtung Warschau, der andere in Richtung Krakau - saßen insgesamt rund 350 Passagiere.
Schweres Zugunglück in Polen


Bis zum Sonntagnachmittag seien sechs Tote identifiziert worden, darunter eine US-Bürgerin, sagte der mit der Untersuchung der Unfalls beauftragte Staatsanwalt. Polens Innenminister Cichocki befürchtete, dass sich die Zahl der Toten noch erhöhen könnte. Etwa 30 der Verletzten befanden sich in kritischem Zustand. Zu den Verletzten zählten sechs ukrainische Reisende. Ungewiss blieb zunächst das Schicksal der beiden Lokführer.

An der Unglücksstelle arbeiteten die ganze Nacht etwa 450 Feuerwehrleute und 100 Polizisten. Mit Spürhunden suchten die Rettungskräfte in den Trümmern der Waggonwracks nach Überlebenden. Zur Versorgung der Verletzten wurden beheizte Zelte aufgebaut. Außer Krankenwagen waren auch Hubschrauber im Einsatz, um die Opfer wegzubringen.

Der Zug Przemysl-Warschau führte sieben Waggons und war mit rund 250 Passagieren halb besetzt, so ein Sprecher. In den vier Wagen des Zuges Warschau-Krakau saßen etwa 120 bis 150 Fahrgäste. An der Unfallstelle galt ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern – auf dem Nachbargleis gab es Reparaturarbeiten.

Zunächst war unklar, warum der Zug nach Krakau falsch umgeleitet worden war. Untersucht wird auch, mit welchem Tempo die Züge zusammenstießen und ob einer von ihnen abgebremst wurde. Ergebnisse sollen in den nächsten Tagen vorliegen.

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