Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Milchpilz als Treffpunkt

Perfekt eingespieltes Team: Maria und Mile Sakic. Bild rechts: Stadtarchiv Bregenz.
Perfekt eingespieltes Team: Maria und Mile Sakic. Bild rechts: Stadtarchiv Bregenz. ©VOL.AT/Philipp Steurer
Bregenz - Der beliebte Pilz-Kiosk an der Bregenzer Seestraße feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen.
60 Jahre Milchpilz Bregenz

Er ist klein, erstrahlt in kräftigem Rot-Weiß – und ist für viele das echte Wahrzeichen unserer Landeshauptstadt. Die Rede ist vom Milchpilz. Seit 60 Jahren existiert der kleine Pilz-Kiosk, aus dem allerlei Milchmix-Getränke und belegte Brötchen “sprießen”. Zur Institution gemacht hat ihn das Ehepaar Maria (58) und Mile Sakic (64). Vor rund 20 Jahren haben sie die Bewirtung des Fliegenpilzes übernommen und ihn um wenige Meter an den heutigen Standort beim Bahnübergang verlagert.Der Schritt in die Selbstständigkeit war für die aus Kroatien stammenden und 1970 bzw. 1972 nach Österreich ausgewanderten Sakics ein großer Schritt. Im Jahr 1974 bei der Molkerei als Mitarbeiter eingestiegen, übernahm der heute 64-jährige Mile Sakic 1990 das Milch- und Käsestüble in der Dornbirner Innenstadt. Wenige Jahre später kam der Milchpilz dazu. “Der Milchpilz ist mit den Jahren immer besser angekommen”, erinnert sich der Inhaber.

Heute sei er ein nicht mehr wegzudenkender Treffpunkt in Bregenz – für alle Altersgruppen. “Außerdem ist er so international wie es auch Bregenz ist”, will er betont wissen. Erst kürzlich habe ihm ein aus Amsterdam stammender Kunde “gestanden”, dass in seinem Wohnzimmer ein großes Bild vom Milchpilz hänge – Marias Antlitz inklusive – und dass er jedes Jahr wieder gerne vorbeikomme.

Doch nicht nur für den Niederländer: Maria Sakic ist ein kaum mehr wegzudenkender Teil, der dem Milchpilz zusätzlichen Charme-Faktor verleiht. Sie ist es schließlich, die jedes Jahr von Mai bis Oktober die Milchpilz-Kunden bedient. Und das, obwohl die Arbeitszeiten alles andere als romantisch sind: Um sechs Uhr in der Früh beginnt ihr Tag, nicht selten endet er um 22 Uhr oder später.

Die Pension ruft

Im kommenden Jahr will das Ehepaar seine Pension antreten. Das Milchstüble wird heuer per Ende Jahr an einen neuen Pächter übergeben. Der Milchpilz per 1. Jänner 2014 auf Martina, die jüngste von vier Töchtern, überschrieben. Für Maria und Mile Sakic beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt: “Ich verlasse den Milchpilz auf jeden Fall mit einem weinenden Auge. Er ist ja schon auf eine Art mein Schatz”, sagt die 58-Jährige. Ihr Mann sieht das Ganze pragmatischer: Man sei ja nicht aus der Welt. “Und wir werden Martina in den Anfangszeiten aushelfen.” Dann will sich das Ehepaar Zeit nehmen für Dinge, die in den letzten Jahren manchmal vielleicht zu kurz gekommen sind. Für die vier Enkelkinder etwa. Oder längere Aufenthalte in Kroatien.

Sieben weitere Milchpilze

Von einst mehr als 50 Milchpilzen soll es heute nur mehr acht geben. Alle, bis auf den Bregenzer, sind in Deutschland situiert. Doch seiner ehemaligen Funktion, nämlich des Verkaufs von Milch und Milchprodukten, kommt nur mehr jener in Bregenz nach. So wird etwa der Pilz-Kiosk in Wangen im Allgäu als Asia-Imbiss genutzt. Jener in Regensburg steht seit 2004 unter Denkmalschutz. Auch in Lindau gibt es einen Milchpilz. Dort werden verschiedene Produkte angeboten.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Milchpilz als Treffpunkt
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen