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Migrants Care: Sebastian Kurz will Migranten mit neuem Projekt den Einstieg in Pflegeberufe erleichtern

Am Mittwoch hat Sebastian Kurz das Projekt "Migrants Care" vorgestellt.
Am Mittwoch hat Sebastian Kurz das Projekt "Migrants Care" vorgestellt. ©APA/ Herbert Neubauer
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz will Migranten mit dem Projekt "Migrants Care" den Einstieg in Pflegeberufe erleichtern. Bis Ende des Jahres soll so einerseits die Erwerbstätigkeitsquote unter Migranten erhöht und dem Fachkräftemängel im Pflegebereich entgegen gewirkt werden.
Dolmetschdienst im Krankenhaus

Das Projekt “Migrants Care” wird vom Integrationsstaatssekretariat finanziert und gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft für freie Wohlfahrt (BAG), die aus den Vereinen Caritas, Rotes Kreuz, Hilfswerk, Volkshilfe und Diakonie besteht, durchgeführt.

Migranten sollen vermehrt in Pflegeberufe gebracht werden

Durch Bekanntmachung und Heranführung an die Arbeitsfelder der Pflege sowie durch Beratung und Vorqualifizierungskurse sollen Menschen mit Migrationshintergrund vermehrt in Pflegeberufe gebracht werden. In den Kursen wird vor allem Deutsch unterrichtet, außerdem sollen die Teilnehmer einen Einblick in das Berufsfeld bekommen und Praxiserfahrung sammeln. “Viele Migranten interessieren sich für den Pflegeberuf, scheitern aber an mangelhaften Deutschkenntnissen”, meinte Esmir Kavazovic vom Wiener Hilfswerk. Die Kurse dauern drei Monate, während dieser Zeit bekommen die Teilnehmer eine Deckung des Lebensunterhaltes.

Projekt Migrants Care gegen Fachkräftemangel

Die “kulturelle Vielfalt” der Migranten soll genutzt werden, um besser auf die Zielgruppe pflegebedürftiger Menschen mit Migrationshintergrund eingehen zu können, sagte Erich Fenninger, Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice, eine zentrale Beratungsstelle des Wiener Hilfswerks und durch Besuche von Migrantenvereinen sollen Menschen mit Migrationshintergrund erreicht werden.

Um dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegenzuwirken, forderte die BAG erneut eine Reform der Ausbildung, eine attraktivere Gestaltung der Arbeitsplätze und die Verbesserung des Images von Pflegeberufen. (APA)

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