"Mein Kinderösterreich": Bildband mit prominenten Beiträgen

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"Kinderösterreich" ist ein von der VP NÖ geprägtes Schlagwort im familienpolitischen Bereich. "Mein Kinderösterreich" lautet auch der Titel eines von Erwin Pröll und Karl Hohenlohe herausgegebenen Bildbands, der Kindheitserinnerungen prominenter Niederösterreicher enthält.

Das Buch wurde gestern, Dienstag, in Wien vorgestellt.

“Tiefe Wurzeln mit sehr viel Emotion im Herzen” verdanke er seiner eigenen Kindheit, sagte Pröll bei dieser Gelegenheit. Das “sehr persönliche Geschichts- und Bilderbuch” zeige auf, welchen Wandel das Land in den vergangenen Jahrzehnten erfahren habe. Niederösterreich wolle heute “eine Lobby für die Kinder” und entsprechende “Netzwerke” in allen Lebensbereichen bieten. Dabei werde nicht danach gefragt, “woher jemand kommt, sondern wohin er geht”.

Einige der im Band vertretenen Prominenten lasen Beiträge anderer Verfasser. Vera Russwurm brachte Marianne Mendts Erzählung zu Gehör, die als Dreijährige beim Heurigen in Perchtoldsdorf ihren ersten öffentlichen Auftritt mit dem “Mariandl” absolvierte. Rainhard Fendrichs von Monika Langthaler vorgetragene Erinnerung an die Großeltern in Tribuswinkel ist im Buch mit einem Foto des auf dem Topf sitzenden Zweijährigen illustriert. Die erste Verkehrsampel kommentierte der Fendrich-Opa damals so: “Das wird sich nie durchsetzen, Bub, denk an meine Worte”. Dann fuhr er bei Rot über die Kreuzung und zahlte sein erstes Strafmandat.

Karlheinz Hackl steuerte Reminiszenzen von Fritz Muliar (Hackl: “Ein toller Mensch”) an Wienerwald-Aufenthalte in Sulz bei, Ulrike Beimpold las eine landesväterliche Anekdote vom Radlbrunner Kirtag 1954. In Summe sind es unbeschwerte 51 Erinnerungen an ein idyllisches “Kinderösterreich”, die in dem Band versammelt sind. Nur ein – unbestritten schönes – Gedicht von Peter Turrini, der erst mit mit 55 Jahren nach Niederösterreich kam, wirkt da ein wenig verirrt.

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