Mehr als 3,4 Millionen Beschäftigte

Die Erholung in der Industrie hat auch die "Industriebundesländer" Vorarlberg (-18,4 Prozent Arbeitslose), Oberösterreich (-13,3 Prozent) und Steiermark (-11,3 Prozent) nach oben gezogen.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer liest aus den jüngsten Arbeitsmarktdaten gleich mehrere positive Entwicklungen heraus. Die Zahlen seien “ein klares Zeichen dafür, dass der Ansturm an Arbeitskräften aus unseren östlichen Nachbarstaaten nicht erfolgt ist”, sagte Hundstorfer am Mittwoch laut Aussendung. Außerdem sei eine “Schallmauer” durchbrochen worden, da erstmals im Mai mehr als 3,4 Millionen Menschen beschäftigt gewesen seien.

Positiv sei auch die Entwicklung am Jugend-Arbeitsmarkt: “Wir haben im Mai die geringste Lehrstellenlücke seit drei Jahren. 4.072 Lehrstellensuchenden stehen 3.301 offene Lehrstellen gegenüber. Die Lehrstellenlücke macht daher nur 771 mehr Suchende als offene Stellen aus.” Insgesamt ist die Zahl der offenen Stellen mit 9,3 Prozent deutlich gestiegen (36.197), das zeige, dass sich die Wirtschaft weiter erholt, sagte der Minister.

Einen spürbaren Rückgang gab es auch bei den Langzeitarbeitslosen, also Leuten, die schon länger als ein Jahr arbeitslos sind. Ihre Anzahl sank um fast ein Drittel um 2.024 auf 4.841.

De Einstellzusagen sind um acht Prozent auf 34.678 gestiegen. Jeder sechste Arbeitslose kennt also schon seinen künftigen Arbeitgeber und auch den Zeitpunkt seines Arbeitsantrittes.

Industrie geht es deutlich besser

Besonders von der Konjunkturerholung profitiert hat die Industrie, wo die Arbeitslosenzahl um 18,7 Prozent zurückgegangen ist – so stark wie in keiner anderen Branche. Gebessert hat sich die Arbeitsmarktlage auch am Bau (-12,6 Prozent Arbeitslose) und im Handel (-5,2 Prozent). Im Tourismus gab es hingegen eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 2,9 Prozent.

Im Gesundheits- und Sozialwesen hat die Arbeitslosigkeit trotz einer kräftig wachsenden Beschäftigung um 5,1 Prozent zugenommen, allerdings von niedrigem Niveau ausgehend. Dafür hat man im Sozialministerium eine Erklärung: Eine hohe Beschäftigungsdynamik erhöhe “quasi automatisch” die Zahl der Aus- und Umsteiger.

Bei Männern ist die Arbeitslosigkeit mit -6,1 Prozent stärker gesunken als insgesamt, bei Frauen ist sie sogar um 1,8 Prozent gestiegen, vor allem durch die schlechte Entwicklung im Tourismus. Inklusive Schulungen waren aber um 3.557 Frauen weniger ohne Job als vor einem Jahr.

Mehr Arbeitslose gab es in Wien (+6,1 Prozent), Tirol (+2,1 Prozent) und Kärnten (+1,4 Prozent) – allerdings sei auch in Wien und Kärnten unter Einbeziehung der Schulungen die Arbeitslosigkeit gesunken, heißt es im Sozialministerium.

APA

  • VIENNA.AT
  • Vorarlberg
  • Mehr als 3,4 Millionen Beschäftigte
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen