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Mehr als 20 Tote bei Kämpfen im Süden des Jemen

Bei Kämpfen zwischen Soldaten und mutmaßlichen Mitgliedern des Terrornetzwerks Al-Kaida sind am Sonntag im Jemen mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Al-Kaida-Kämpfer hätten am Sonntag eine Stellung der Armee in Kud in der Nähe der Stadt Zinjibar angegriffen, sagten Armeevertreter. Bei den Gefechten seien neun Soldaten und zwölf Aufständische getötet worden.


Nach dem Angriff kam es in der Region südlich von Zinjibar, der Hauptstadt der südlichen Provinz Abyan, zu heftigen Kämpfen, wie aus Armeekreisen verlautete. Hunderte Kämpfer der Gruppe Partisanen der Scharia, die mit Al-Kaida verbündet sein soll, hatten bereits Ende Mai die Kontrolle über Zinjibar übernommen und zahlreiche Einwohner in die Flucht getrieben.

In ein Krankenhaus in Aden wurden sechs getötete und sechs verletzte Soldaten eingeliefert, wie ein Krankenhausvertreter sagte. Drei weitere Leichen von Soldaten waren nach Angaben aus Armeekreisen in den Händen der Aufständischen. Die Angreifer nahmen zudem 30 Soldaten gefangen, von denen zwölf verletzt waren, wie ein Behördenvertreter sagte. Seinen Angaben zufolge wurden bei den Kämpfen auch zwölf mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet.

In der Region von Zinjibar hatten sich bereits in der Nacht zum Sonntag Soldaten und Aufständische bekämpft, wie aus Armeekreisen verlautete. Dabei seien vier Al-Kaida-Kämpfer ums Leben gekommen. In Rada südwestlich der Hauptstadt Sanaa wurde unterdessen der örtliche Chef der Regierungspartei Allgemeiner Volkskongress verletzt, als sein Auto explodierte. Wie Militärvertreter sagten, wurden auch zwei weitere Insassen des Autos verletzt.

Bereits am Samstag war ein Selbstmordanschlag auf einen Militärstützpunkt im Süden des Landes verübt worden. Das Attentat mit einer Autobombe habe einer Kaserne der Republikanischen Garde in der Stadt Baida südwestlich von Sanaa gegolten, hieß es aus Armeekreisen. Dabei kam ein Soldat ums Leben.

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