Mariahilfer Straße: Maria Vassilakou verspricht Verbesserungen

Maria Vassilakou meldete sich in Sachen Mariahilfer Straße zu Wort
Maria Vassilakou meldete sich in Sachen Mariahilfer Straße zu Wort ©APA
Nachdem Maria Vassilakou (Grüne) von ÖVP und FPÖ unter Beschuss genommen wurde, hat die Verkehrsstadträtin am Montag in einer Art Grundsatzrede ihre Verkehrspolitik verteidigt und gleichzeitig Verbesserungen auf der Mariahilfer Straße versprochen.
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“Wo es zu Problemen kommt, werden wir entsprechende Maßnahmen setzen”, versicherte Vassilakou in der von der ÖVP einberufenen Sondersitzung des Gemeinderats. Die Adaptierungen – etwa bezüglich Stauzonen in den Nebengassen – würden nach Auswertung der derzeit laufenden Evaluierung umgesetzt. Entsprechende Ergebnisse lägen im Oktober vor.

Verständnis für MaHü-Anrainer

“Die Anrainer haben mein vollstes Verständnis”, so Vassilakou. Es werde an Lösungen für “die wenigen Staupunkte”, die in Seitengassen infolge der weitgehenden Autosperre der Mahü entstanden sind, gearbeitet. Gleichzeitig wird geprüft, ob der Fuzo-Abschnitt verlängert, Radrouten in den Nebenstraßen attraktiviert und Kfz-Querungen doch geöffnet werden. Darauf haben sich SPÖ und Grüne in Form eines Antrags, der heute beschlossen wurde, geeinigt. Man sei nicht immer einer Meinung, aber hier seien zwei Fraktionen, die den Willen hätten, “einen gemeinsamen Weg zu finden”.

Steitpunkte Querungen und Radeln

Die Stadträtin betonte allerdings, dass sich die Anrainer gegen Querungen ausgesprochen hätten. Was das Radeln in der Fuzo anbelangt – die SPÖ ist davon eher weniger begeistert -, sei dies in 40 der insgesamt 70 Wiener Fußgängerzonen erlaubt. Wenn es mehr Biker gebe, brauche es aber klarerweise auch mehr Routen. Dass es noch Schwierigkeiten in den Begegnungszonen gebe, liege auch daran, dass derlei Verkehrslösungen noch neu seien und einer gewissen Gewöhnung bedürften. Es werde aber wesentlich besser funktionieren, wenn die Niveauunterschiede nach dem geplanten Umbau ausgeglichen sein werden.

Es geht um mehr als die Mariahilfer Straße

Vassilakou unterstrich in ihrer Rede, dass es hier aber um viel mehr als nur die Mahü gehe – nämlich um die grundsätzliche Frage, wie die Stadt hinsichtlich Wachstum, Klimaschutz und Lebensqualität zukunftsfähig gemacht werden könne. Übersetzt in einen politischen Auftrag bedeute dies: Öffis, Radverkehr und Fußgänger fördern, Autoverkehr zurückdrängen. Sämtliche Großstädte gingen diesen Weg und hätten mit ähnlichen temporären Konfliktphasen zu kämpfen. Sie lasse sich jedenfalls von Wahlen nicht abhalten, Projekte umzusetzen. “Ich lasse mich lieber jetzt tögeln für das, was ich mache, als in zehn Jahren dafür, dass ich nichts gemacht habe”, versicherte sie.

Unterstützung von der SPÖ

Rückendeckung erhielt die Ressortchefin vom Koalitionspartner. SPÖ-Mandatar Peter Florianschütz sagte: “Die Mariahilfer Straße ist zugegeben eine Herausforderung. Sie ist eine Herausforderung, die wir lösen werden, gemeinsam.” Überlegen müsse man sich unter anderem etwas für die Spur des 13A, verwies auch er auf die Suche nach einer neuen Route für den Linienbus. Und er beteuerte: “Wir werden uns das anschauen mit den Fahrradfahrern.” Er sei nicht “wahnsinnig beglückt”, wenn ein Radfahrer durch eine Fußgängerzone fahre. Er wolle aber nicht ausschließen, dass er vom Gegenteil überzeugt werde: “Darum machen wir ja die Evaluierung.”

Die Überlegungen, wieder Querungen einzuführen, beurteilte er wohlwollend. Es sei eine gute Idee, sich solche anzusehen. Denn es gebe in Wien Fußgängerzonen, die gut funktionieren und die “natürlich” über Querungsmöglichkeiten verfügen würden, so Florianschütz. Der SP-Politiker betonte, dass er für eine Abstimmung über die neue Fuzo sei – allerdings nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Es sei nicht sinnvoll, schon jetzt eine solche abzuhalten. Das, so erinnerte er, sei auch Vassilakous Position.

Misstrauensantrag der FPÖ abgelehnt

Der von der FPÖ eingebrachte Misstrauensantrag gegen Vassilakou wurde am Ende der Sitzung und nach namentlicher Abstimmung von den Abgeordneten der Regierungsfraktionen – und damit mehrheitlich – abgelehnt. Der rot-grüne Antrag betreffend die Prüfung von Adaptierungsmaßnahmen auf der Mariahilfer Straße wurde indes freilich beschlossen.

(apa/red)

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