Mann nach Schusswechsel in St. Pölten getötet: Es war Selbstmord

In diesem Haus in St. Pölten kam es zu dem Schusswechsel mit Todesfolge
In diesem Haus in St. Pölten kam es zu dem Schusswechsel mit Todesfolge ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Nach dem Schusswechsel, den sich ein Mann in St. Pölten in der Nacht mit der Polizei lieferte, wurden nun weitere Details bekannt: Der 25-Jährige, der bei dem Einsatz der Cobra und Polizei getötet wurde, hatte die Waffe gegen sich selbst gerichtet.
Vorbericht: Der tödliche Schusswechsel
Am Tatort

Die offiziellen Ermittlungen zu dem Schusswechsel mit Cobra und Polizei in St. Pölten, der für einen 25-Jährigen tödlich endete, dauerten am Freitagmittag noch an. Wann ein Ergebnis der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Obduktion vorliegen werde, stehe noch nicht fest, sagte Oberstleutnant Andreas Thenner vom Landespolizeikommando NÖ am Vormittag. Er hoffe, dass das “noch heute” der Fall sei.

Viele Schüsse fielen in St. Pölten

Thenner bestätigte, dass bei dem Einsatz mehrmals und von beiden Seiten geschossen worden sei. Der 25-Jährige habe sich dabei einer Langwaffe bedient. Wie viele Schüsse insgesamt abgefeuert wurden, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Beamte der Cobra waren letztlich mit Spezialausrüstung vorgegangen.

Es habe sich dabei um sogenannte “langwaffensichere Schilde” gehandelt, die zum Einsatz gekommen seien, um eine weitere Gefährdung zu reduzieren, nachdem auf die Einsatzkräfte geschossen worden war. Die Wohnung in St. Pölten, in der sich der 25-Jährige verbarrikadiert hatte und wo er letztlich tot aufgefunden wurde, sei in der Zwischenzeit selbstverständlich gesichert geblieben.

Täter beging Selbstmord

Späteren Medienberichten zufolge soll es sich bei der Todesursache des Mannes in St. Pölten um Selbstmord gehandelt haben. Wie die Tageszeitung “Kurier” angab, soll sich der Täter mit einem Schuss in den Mund selbst getötet haben. Weiters soll eine Kugel des getöteten 25-Jährigen auch das Fenster eines Nachbarhauses getroffen haben, wobei aber glücklicherweise auch niemand verletzt wurde. Eine Berechtigung, die bei ihm gefundenen Waffen und Munition zu besitzen, soll er nicht gehabt haben. Laut “Kurier” soll es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit dem arbeitslosen, alleinstehenden Mann gegeben haben, der in St. Pölten lebte.

Am Nachmittag schließlich wurde von der Polizei das offizielle, vorläufige Obduktionsergebnis bekanntgegeben, das die Berichte bestätigte: Der 25-Jährige Mann dürfte sich tatsächlich auf die beschriebene Weise nach dem Schusswechsel mit der Polizei in St. Pölten das Leben genommen haben. Er richtete sich durch einen Schuss in den Mund selbst. Weitere Verletzungen wies der Körper des Mannes nicht auf

Bei den in der Wohnung gefundenen Waffen hatte es sich nach Angaben des Ermittlungsteams des Landespolizeikommandos Niederösterreich um fünf Langfeuerwaffen gehandelt, die sichergestellt und von der Staatsanwaltschaft St. Pölten beschlagnahmt wurden.

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