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Mängel bei Westbahn? Staatsanwaltschaft Wien ermittelt

Wie steht es bei der Westbahn um die Sicherheit?
Wie steht es bei der Westbahn um die Sicherheit? ©APA/ANDREAS PESSENLEHNER
Herrschen bei der Westbahn Sicherheitsmängel vor? Das behaupten zwei Lokführer, die den ÖBB-Konkurrenten nun anzeigen. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen den ÖBB-Konkurrenten Westbahn. Auslöser waren Anzeigen von zwei Lokführern, schreibt der "Kurier" Online. Sie werfen dem Unternehmen Ungereimtheiten bei der Vergabe von Zeugnissen für Lokführer und Mängel bei Brandschutztüren vor. Einer der Lokführer habe eine 49 Seiten lange Dokumentation mit Verfehlungen vorgelegt, so die Zeitung.

Aufgrund der Vorwürfe habe das Verkehrsministerium Anzeige bei der Justiz erstattet. "Es sind polizeiliche Ermittlungen beauftragt worden", zitiert die Zeitung Thomas Vecsey von der Staatsanwaltschaft Wien. Westbahn-Sprecherin Ines Volpert bestätigt, dass zwischen der Westbahn und zwei ehemaligen Lokführern ein Gerichtsverfahren laufe, die beiden hätten auf Wiedereinstellung geklagt, nachdem sie im Juli gekündigt wurden. Die beiden hätten schon gegen einen früheren Arbeitgeber nach ihrem Ausscheiden dort Verfahren angestrengt.

Lokführer zeigen Westbahn an

Die Lokführer behaupten laut Zeitung, sie hätten ihre Jobs verloren, weil sie zu sehr auf die Sicherheit gepocht hätten. Die Westbahn sieht hingegen lediglich "Fehler bei der internen Dokumentation" bei den zwei Lokführern, bei weiteren drei Lokführern gebe es "Unschärfen", durch eine Nachschulung seien alle formalen Erfordernisse endgültig erfüllt. Sicherheitsprobleme habe es dadurch nicht gegeben.

Einer der Lokführer wirft der Westbahn vor, seine Prüfung für eine bestimmte Bahntype sei schon am ersten Arbeitstag vermerkt und damit noch vor der zweitägigen Schulung dazu. Auch bei den Unterschriften unter Zeugnissen sieht er Ungereimtheiten. Weiters gehe aus der Anzeige hervor, dass das Unternehmen möglicherweise mit den Brandschutztüren sorglos umgegangen ist und diese bei Defekten nur schleppend repariert habe, so der "Kurier".

Westbahn: Kaum technische Schwierigkeiten

Die Westbahn hält dem entgegen, dass es im Vorjahr nur bei 0,001 Prozent der Zugfahrten technische Schwierigkeiten mit Brandschutztüren gegeben habe. Auf Defekte sei innerhalb von einem bis maximal dreizehn Tagen reagiert worden, nur bei Lieferengpässen für Ersatzteile habe es so lange gedauert.

Den vom Kurier in den Raum gestellten Entzug der Sicherheitsbescheinigung für die Westbahn durch das Verkehrsministerium hält Volpert nicht für ein realistisches Szenario.

Ministerium kommentiert Sicherheits-Causa nicht

Das Verkehrsministerium hat eine Anzeige gegen den ÖBB-Mitbewerber Westbahn wegen möglicher Sicherheitsgefährdung eingebracht. Das Ministerium wollte die Causa am Donnerstag auf APA-Anfrage nicht weiter kommentieren. Zu dem laufenden Verfahren nehme man derzeit öffentlich nicht Stellung.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien, ob grobe Sicherheitsprobleme oder nur "kleine Fehler" bei der Westbahn vorliegen. Thema sind unter anderem die Brandschutztüren. Auch Zeugnisse - quasi Lizenzen - von mindestens fünf Westbahn-Lokführern wurden von der im Verkehrsministerium beheimateten Eisenbahnbehörde eingezogen, schreibt der "Kurier" (Donnerstagausgabe). Einer der betroffenen Lokführer habe eine Lizenz gleich am ersten Tag erhalten, obwohl dafür eine zweitägige Schulung notwendig sei.

(APA/red)

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