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Lugner will sonntags aufsperren

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Neue Debatte um Sonntagsöffnung in Wien - Die Betreiber der Lugner-City und des Donauzentrums fordern eine Ausweitung der Öffnungszeiten, und das nicht nur für Tourismuszonen. Die Gewerkschaft protestiert.

Neue Debatte um ein sonntägliches Aufsperren der Geschäfte in Wien: Der Chef des größten Shopping-Centers der Stadt, des Donauzentrums, sowie Richard Lugner haben sich gegenüber der APA für offene Sonntage ausgesprochen – aber gegen eine Beschränkung auf innerstädtische Tourismuszonen. Postwendend kam Ablehnung für eine generelle Sonntagsöffnung: Sozialministerium, Gewerkschaft, Grüne und FPÖ warnten vor einer Ausweitung der bestehenden Regelung.

Nils-Christian Hakert, Retail-Management-Director von Rodamco Central Europa und Geschäftsführer des Wiener Donauzentrums (DZ), sprach sich für eine „Politik der kleinen Schritte” aus: „In Deutschland und auch in den Beneluxländern hat man mit vier verkaufsoffenen Sonntagen angefangen, und die waren alle ein sehr großer Erfolg für den gesamten Einzelhandel.” Speziell abgegrenzte Tourismuszonen würden hingegen sowohl für Touristen als auch für einheimische Kunden verwirrend sein, zeigte er sich überzeugt. Niemand gehe nach dem Stadtplan einkaufen.

Richard Lugner von der Lugner-City sprach davon, dass eine Sonntagsöffnung zwei bis drei Prozent mehr Umsatz bringen könnte. Das Wochenende wäre laut Lugner vor allem Ideal für den Familieneinkauf. „Und es sind auch die Touristen, die einkaufen wollen”, versicherte er. Eine Beschränkung auf die City wäre jedoch ein „klare Wettbewerbsbehinderung”.

„Es besteht aus wirtschaftlicher Sicht überhaupt kein Grund, die bestehenden Öffnungszeiten auszuweiten. Der Drang einiger Einkaufszentren, am Sonntag zu öffnen, hat nur mit ihrem Bestreben zu tun, ihre Umsätze auf Kosten der Konkurrenz auszuweiten”, kritisierte hingegen der Wirtschaftsbereichssekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Manfred Wolf. Zusatz: „In Wien sind wir, so wie in anderen Bundesländern auch, bereit, über Sonderregelungen in Tourismuszonen zu verhandeln.”

Die Gewerkschaft warte mit Spannung auf die Ergebnisse der Wirtschaftskammerumfrage, hieß es in der GPA-Aussendung. Es sei für die Gewerkschaft aber sicher, „dass zum Beispiel der Wiener Gürtel oder Wien-Kagran (Standorte der Lugner-City bzw. des Donauzentrums, Anm.) keine Tourismuszonen sein können”. Die Wiener Wirtschaftskammer will die Ergebnisse ihrer Befragung zum Thema Sonntagsöffnung spätestens Anfang April veröffentlichen.

Auch Familien- und Sozialministerin Ursula Haubner (B) hat einer generellen Sonntagsöffnung im Handel eine Absage erteilt. „Der Sonntag ist der Tag der Familien und soll es auch bleiben”, betonte sie. Die Frauensprecherin und nicht amtsführende Stadträtin der Wiener Grünen, Monika Vana, zeigte sich überzeugt, dass eine weitere Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten auf Kosten der Frauen gehe. Die aktuelle Studie der Wirtschaftskammer sei „reine Geldverschwendung”.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache lehnte eine Öffnung der Geschäfte sowohl in Tourismuszonen als auch in Einkaufszentren kategorisch ab. Er übte vor allem Kritik an „unflexiblen” Kinderbetreuungseinrichtungen. Große Probleme würde eine Sonntagsöffnung darum vor allem für allein erziehende Mütter schaffen, so Strache.

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