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Lokalaugenschein: Ohne Rauch geht es auch, Teil 1

Besserer Geschmack, eigene Erfahrungen als Motiv, das „Geselchte“ ist ungesund auch wenn’s schmeckt, schreibt ein Nichtraucher mitten aus einer Beislrauchwand am Naschmarkt, das keine gesunde soziale Intelligenz kennt!

Aus medizinischer Sicht sei die Maßnahme eines generellen Rauchverbots in geschlossenen, von der Öffentlichkeit frequentierten Räumen „unschätzbar wichtig”, erkannte Max von Merlot aus vielen Gesprächen mit Ärzten und Betroffenen. Denn nicht nur das Rauchen, sondern auch das Passivrauchen sei massiv gesundheitsschädlich. Die gemessene Feinstaubbelastung in stark verrauchten Lokalen sei österreichischen Studien zufolge ähnlich wie in der Nähe mehrspuriger Schnellstraßen. Auch Lüftungsanlagen könnten keine Abhilfe schaffen, da die Feinstaubkonzentration auch trotz ihres Einsatzes immer noch vielfach höhere Werte erreiche als in der Außenluft. Leider würde die Gefahr des Passivrauchens in Österreich stark unterschätzt, es liegt am mangelnden Problembewusstsein.Genussbewusste und Nichtraucher meinen: „Daher kann man es nicht hoch genug bewerten, wenn Unternehmer selbst einen generellen Nichtraucherschutz einführen und ihre Lokale zu komplett rauchfreien Zonen umwandelten”.

Die Motive der Gastronomen für die Einführung eines generellen Rauchverbots sind dabei durchaus unterschiedlich. Vor allem spielen der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Herstellung einer rauchfreien Umgebung für ungetrübte Geschmackserlebnisse, Platzvorgaben, aber auch persönliche Erfahrungen eine Rolle. Robert Hollmann, Inhaber des Restaurants Hollmann Salon im ersten Wiener Bezirk meint etwa zu seinen Motiven: “Wir wollen es unseren Mitarbeitern nicht zumuten, den ganzen Tag in einem verrauchen Lokal zu arbeiten.” Im Wiener Restaurant Kulinarium 7 wiederum stand für Patron Philipp Prodinger primär der ungetrübte Geschmack der Speisen und Getränke im Vordergrund. Prodinger: „Im Kulinarium 7 haben wir uns das Ziel gesetzt, unsere Gäste, abgesehen von dem einzigartigen Ambiente, mit feinsten Aromen und Genüssen zu beeindrucken. Unserem Personal ist es zum Glück auch recht, dass in der Lokalität nicht geraucht wird, da das Arbeiten somit viel angenehmer und weniger belastend ist.” Dabei freue er sich, „dass wir auch von den Rauchern ein positives Feedback bekommen und sie das Kulinarium 7 trotzdem gerne aufsuchen.”

Ähnliches berichtet auch Manuel Lechner, Manager des bekannten Restaurants Ikarus im Veranstaltungszentrum Hangar 7 am Salzburger Flughafen. Die Akzeptanz der Raucherinnen und Raucher sei generell sehr gut. Lechner: „Der rauchende Gast ist gar nicht so engstirnig, wie er oft hingestellt wird. Der Großteil, und ich meine wirklich 95 Prozent, ist sehr offen und akzeptiert diese Entscheidung bzw. hat sich schon vorher rücksichtsvoll verhalten.” Lechner managt auch die weiteren Hangar 7 Gastronomie-Betriebe. Aus seiner Sicht ist ein generelles Rauchverbot „längs schon fällig”. „Die Nachbarländer machen es uns vor, und wir sollten es auch in der Gastronomie verstehen, wir können letztendlich nur gewinnen”, so Herr Lechner. „Die Raucher sträuben sich im Moment ein wenig. Das wird sich aber nach einer gewissen Zeit wieder legen. Sie werden trotzdem wieder in die Bars und Restaurants gehen.” Lechner räumt ein, dass es in den Lokalen des Hangar 7 zwar zunächst einen kleinen Gäste-Einbruch gegeben habe, insbesondere an der Bar. „Wir dürfen aber im Nachhinein feststellen, dass sehr viele neue Gäste den Weg zu uns gefunden haben und viel länger verweilen, da das Wohlbefinden sichtlich besser geworden ist.” Auch Michael Weisshappel, vom gleichnamigen Stüberl und selbst bekennender Nichtraucher kann dies bestätigen. Trotz Kennzeichnung komme es noch gelegentlich zu abfälligen Bemerkungen von Gästen, die rauchen wollen, berichtet Weisshappel. „In Summe haben wir an Gästen und Umsatz mehr”, so sein persönliches Fazit!

Die Palette der prämierten Unternehmen (Wien) , die sich freiwillig und aus eigenem Antrieb zum generellen Nichtraucherschutz bzw. generellen Rauchverbot bekennen und dies schon über 200 Tage vor dem Jänner 2009, mit Erfolg und  gesunder sozialer Intelligenz:

Café Griensteidl (1010 Wien)
Fresh Soup and Salad (Imbiss)(1010 Wien)
Restaurant At Eight (Hotel The Ring, 1010 Wien)
Restaurant BOK Sushi (1040 Wien)
Restaurant Café Bistro Traiteur (1190 Wien)
Restaurant Gaumenspiel (1070 Wien)
Restaurant Hollmann Salon (1010 Wien
Restaurant Kulinarium 7 (1070 Wien)
Restaurant Phil (1060 Wien)
Restaurant Unkai Sushi (Ana Grand Hotel, 1010 Wien)
Restaurant Weisshappel Stüberl (1010 Wien)
Schreiners Gastwirtschaft (1070 Wien)

In der Folge 2 wird max von merlot über Lokale schreiben, wo jene Trennung geruchsfrei gelöst wurde!

 


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